In love with Sonnenuntergänge

IMG_3391IMG_3295IMG_3412IMG_3289IMG_3217

pics by canela

Advertisements

Willkommen Pubertät

Bye bye Kindheit, willkommen Pubertät!

Die Zeit, in der man als Mutter noch mehr mit der eigenen Doppelmoral und Inkonsequenz konfrontiert wird.

Die Zeit, in der man Wasser predigt, Wein dazu trinkt und das Rauchen einer transzendentalen Zigarette verteufelt. Weil man ja selber viel später mit all den bösen Versuchungen des Lebens angefangen hat. Weil man vergisst, wie man selber in dieser Zeit war. Und ja, weil man nur das Beste fürs Kind möchte. Das aus ganzem Herzen.

Die Zeit, in der man morgens mit einem Gegrummel begrüsst wird, statt mit einer Umarmung. Die Phase, in der man mit den eigenen Ängsten in Berührung kommt, weil sich das Kind abnabelt und man es immer noch beschützen möchte. Weil man sich ganz fest wünscht, es möge doch gesund und glücklich bleiben. Weil man hofft, es möge noch lange Kind im wohligen Nest bleiben statt flügge zu werden.

Die Pubertät, in der man als Mutter Zurückweisungen aushält, trotzdem in Kommunikation bleiben muss und Grenzen (die man selber manchmal nicht einhält) ziehen soll.

Weil Pubertät eine Station ist mit einem Bahnhof, der auch eine gefährliche und vergammelte Seite hat, nebst der Schönen. Und man nicht möchte, dass sich das Kind zu lange an diesem Ort aufhält.  Und man hofft, dass der nächste Zug für die kommende Destination schnell eintreffen werde.

Bye bye Kindheit, willkommen Pubertät!

by canela

September, danke.

Danke für deine Wärme. Deine weichen Hände, die mein Gesicht hielten. Danke für deine Aufmerksamkeit, die mir so viel Nähe erlaubte, wie ich es zulassen konnte. Danke für deinen Geruch, der süss und nach Ehrlichkeit roch.

Danke für deine Küsse, die nach Leben schmeckten.

text and pics by canela

Ein Sonnenaufgang ganz für mich

Heute morgen um 5 Uhr als ich meine Augen aufschlug, dachte ich, ich sei im Paradies. Durch das Fenster sah ich den Tag, der gerade in unglaublicher Schönheit geboren wurde.

Trotz Müdigkeit und schmerzender Schulter – ein Geschenk meines Körpers, das ich seit Monaten mit mir trage und welches mich penetrant erinnert, dass ich mein Leben ändern sollte- riss ich mich zusammen, schlüpfte in meine Turnschuhe und ging in den Wald den Fluss entlang. Bei jedem Schritt spürte ich meinen rechten Arm und trotzdem entschied ich mich glücklich zu sein. Ich war Zeugin eines wunderbaren Morgens.

Vier Stunden später meinte mein grauhaariger Physiotherapeut, mein Herzchakra sei völlig zu. Er drückte mit voller Inbrunst an mir herum bis mir fast die Tränen in die Augen schossen. „Wollen Sie ein harter Winkelried sein, der alles alleine macht und sich jede Lanze ins Herz stossen lässt?  Oder wollen Sie ein weicher sanfter Fluss werden, der sich mäandrierend den Gegebenheiten der Landschaft anpasst?“ Er wusste, dass ich die Antwort weiss.

text and pics by canela

Schüchterner Frühling

Hallo schüchterner Frühling…

Ein vom Baum herunter gefallener Kuss erblicken. Auf einem Baumstrunk sitzen und den Eisvogel beobachten. Schwäne, die gemeinsam nebeneinander im Wasser gleiten und dir „Hallo“ sagen. Das Kräuseln der Wasseroberfläche bestaunen. Am Fenster stehen und der in Schönheit sterbende Tag geniessen, der Wolken in allen Farben malt. Vögel, die morgens so laut trällern, als ob sie den Frühling herbei singen wollten.

pic and text by canela

Wir alle stehen in Verbindung

“Wir alle stehen in Verbindung miteinander, nicht nur sozial und auf körperlicher Ebene, sondern auch über den Strom unserer Gedanken und Emotionen, die einander durchdringen …. Verantwortungsgefühl, Verständnis, Mitgefühl, Liebe, Nicht-Verletzen – das sind die wahren Glieder der Kette, die uns verbindet, und sie müssen in unseren Herzen geschmiedet werden.”
Roberto Assagioli

Wer weint schon wegen rosa Cirruswolken?

Seit Wochen walke ich meine Wut aus den Poren.  Jeden Tag! Statt sie zu schlucken, nutze ich ihre Energie als Antrieb.

Mein Gesicht ist dabei nicht verbissen wie die eines Joggers. Nicht konzentriert wie die eines Velofahrers. Meist lächle ich beim Gehen, glaube ich…Wenn ich durch den Wald ziehe, blicke ich nach vorne oder nach oben, selten auf den Boden.

Ich habe einen Eisvogel gesehen, sein Gefieder war leuchtend hellblau. Eichhörnchen beobachtet, die sich spielend verfolgen. Vogelgezwitscher gehört, immer in Dur und nie in Moll. Das Vogelhaus Nr. 216 scheint noch unbewohnt zu sein.

Ich betrachte den Fluss, dessen Farbe sich immer wieder verändert – Dunkelgrün bis helles Flaschengrün. Ich bestaune den Himmel mit seinen Wolkenkompositionen. Manchmal sind die Wolken abends so fluffig rosa, dass ich vor Ergriffenheit weine. Und dann bin ich froh, dass ich alleine bin. Wer weint schon wegen rosa Cirruswolken?!

Gestern am Abend prangte die Sonne wie ein riesiger orangefarbener Ball am Himmel. Ich fotografierte sie, doch es gelang mir nicht, dieses Gefühl von Staunen und Schönheit im Bild festzuhalten. Die Sonne sieht auf dem Bild wie ein gelbes Smarties aus, kein Vergleich zu der grossen Feuerkugel am Firmament. Ich werde mich mit der Erinnerung begnügen müssen.

Vielleicht ist Weinen der Anfang von Trauer, wenn die Wut verblasst ist.

text and pics by canela

Die Schatten sind die Kinder der Nacht

Foto-5

Da ging die Sonne unter und hinterliess ihre Schatten.
Schatten sind die Kinder der Nacht.

Der Fluss glitt vorbei , mit kleinen Wellen winkte er mir zu.
Wellen werden das Meer nähren.

Die Bäume verloren ihr Kleider.
Farbige Herzen ruhten zu ihren Füssen.

Und während ich diese Bild bewunderte, wusste ich:
Die Natur ist eine Malerin.

pic and text by canela