Willkommen Pubertät

Bye bye Kindheit, willkommen Pubertät!

Die Zeit, in der man als Mutter noch mehr mit der eigenen Doppelmoral und Inkonsequenz konfrontiert wird.

Die Zeit, in der man Wasser predigt, Wein dazu trinkt und das Rauchen einer transzendentalen Zigarette verteufelt. Weil man ja selber viel später mit all den bösen Versuchungen des Lebens angefangen hat. Weil man vergisst, wie man selber in dieser Zeit war. Und ja, weil man nur das Beste fürs Kind möchte. Das aus ganzem Herzen.

Die Zeit, in der man morgens mit einem Gegrummel begrüsst wird, statt mit einer Umarmung. Die Phase, in der man mit den eigenen Ängsten in Berührung kommt, weil sich das Kind abnabelt und man es immer noch beschützen möchte. Weil man sich ganz fest wünscht, es möge doch gesund und glücklich bleiben. Weil man hofft, es möge noch lange Kind im wohligen Nest bleiben statt flügge zu werden.

Die Pubertät, in der man als Mutter Zurückweisungen aushält, trotzdem in Kommunikation bleiben muss und Grenzen (die man selber manchmal nicht einhält) ziehen soll.

Weil Pubertät eine Station ist mit einem Bahnhof, der auch eine gefährliche und vergammelte Seite hat, nebst der Schönen. Und man nicht möchte, dass sich das Kind zu lange an diesem Ort aufhält.  Und man hofft, dass der nächste Zug für die kommende Destination schnell eintreffen werde.

Bye bye Kindheit, willkommen Pubertät!

by canela

September, danke.

Danke für deine Wärme. Deine weichen Hände, die mein Gesicht hielten. Danke für deine Aufmerksamkeit, die mir so viel Nähe erlaubte, wie ich es zulassen konnte. Danke für deinen Geruch, der süss und nach Ehrlichkeit roch.

Danke für deine Küsse, die nach Leben schmeckten.

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Schüchterner Frühling

Hallo schüchterner Frühling…

Ein vom Baum herunter gefallener Kuss erblicken. Auf einem Baumstrunk sitzen und den Eisvogel beobachten. Schwäne, die gemeinsam nebeneinander im Wasser gleiten und dir „Hallo“ sagen. Das Kräuseln der Wasseroberfläche bestaunen. Am Fenster stehen und der in Schönheit sterbende Tag geniessen, der Wolken in allen Farben malt. Vögel, die morgens so laut trällern, als ob sie den Frühling herbei singen wollten.

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Wir alle stehen in Verbindung

“Wir alle stehen in Verbindung miteinander, nicht nur sozial und auf körperlicher Ebene, sondern auch über den Strom unserer Gedanken und Emotionen, die einander durchdringen …. Verantwortungsgefühl, Verständnis, Mitgefühl, Liebe, Nicht-Verletzen – das sind die wahren Glieder der Kette, die uns verbindet, und sie müssen in unseren Herzen geschmiedet werden.”
Roberto Assagioli

November, du weisst wie’s geht

Lieber November, du hast mich mit deinen Farben nochmals verzückt. Du bist ein Monat, der nicht so schnell alles preisgibt. Ich habe oft gewartet, bist du bereit warst, dich zu zeigen.

Eigentlich bist du ein gemütlicher Monat mit einem Hauch von Melancholie. Gemütlich, weil es morgens meist neblig war und du noch nicht so ganz farbig daher kommen wolltest. Melancholisch, weil du mir trotz Farbenpracht gezeigt hast, dass vieles am Sterben ist. Doch eins muss ich dir lassen: Niemand stirbt so schön wie du!

Du wolltest dieses Jahr jedoch nicht kalt und abweisend sein. Nein. Du hast dich kokett mit fast frühlingshaften Temperaturen geschmückt. „Seht her! Ich kann auch wärmer!“ Du alter Kindskopf!

Abends hast du mir oft die volle Dröhnung gegeben. Was für Sonnenuntergänge! Wahrlich, langweilig warst du nicht! Nur halt nicht so schnell, wie andere Monate. Langsam loslassen war deine Prämisse. Das hast du gekonnt umgesetzt.

Danke, November! Du wirst zwar nicht mein Lieblingsmonat, hast aber dieses Jahr doch einige Punkte wettgemacht in meiner Werteskala der Monate.

Ciao, bis nächstes Jahr….

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Die Schatten sind die Kinder der Nacht

Foto-5

Da ging die Sonne unter und hinterliess ihre Schatten.
Schatten sind die Kinder der Nacht.

Der Fluss glitt vorbei , mit kleinen Wellen winkte er mir zu.
Wellen werden das Meer nähren.

Die Bäume verloren ihr Kleider.
Farbige Herzen ruhten zu ihren Füssen.

Und während ich diese Bild bewunderte, wusste ich:
Die Natur ist eine Malerin.

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