Ich wünsche dir eine weisse Nacht

Ich wünsche dir eine weisse Nacht.
Eine, in der alles leuchtet, obwohl die Sonne schon lange schläft. Bekleidet mit nur meinem Lächeln und meiner Angst stehe ich vor dir. Dein Blick streichelt meine Rundungen. Meandrieren, Wellen schlagen, in der Gischt ertrinken.

Ich wünsche dir eine weisse Nacht.
Eine, in der man alles siehst, obwohl die Augen geschlossen sind.Verbunden durch Blume und Stab. Atmend durch unseren Schoss. Deine Hand stützt meinen Nacken und gibt meinen fliehenden Gedanken Halt.

Ich wünsche dir eine weisse Nacht, die Dunkle kennst du schon.

text and pic by canela
music torun eriksen

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Ein bisschen über Kwabs

Wer mich kennt weiss, dass ich viele Musikgenres mag und dafür offen bin. Und nein „alles-was-im-Radio-kommt“ ist kein Genre!

Vor ca. 2 Jahren hörte ich einen Song von SOHN in dem Kwabs sang. Die Kraft und Intensität dieser starken, göttlichen, ergreifenden Stimme durchflutete mich wie flüssiges Gold. Mein Herz stand ganz kurz still. Als es wieder pochte, wurde mir warm im Bauch und ein Schauer durchfuhr meinen Körper. Für einen kurzen Moment glaubte ich sogar an Gott. An einen Gott der Liebe, der sich durch die Stimme von Kwabs manifestiert.

Heute ist Kwabs auch in unseren Breitengraden berühmt. Mit Liedern, die mir eine Spur zu „lieb-Kind-mit-allen“ sind.

Trotzdem, seine Stimme ist die warme Kuhle, die dein Liebster unter der Bettdecke hinterlässt und in der du dich hinein kuschelst, um in seinem Duft zu liegen. Die Stimme von Kwabs, ist das T-Shirt deines Liebsten, das du mit aufs Sofa nimmst, wenn du dich einsam fühlst. Sie ist die Schwere einer nie sterbenden Melancholie oder nicht erfüllten Liebe.

Mein erstes Mal Kwabs

Mein zweites Mal Kwabs

text canela
music Kwabs

GusGus aus Island zeigte mir die Schöpferkraft

Ich hatte diesen Sommer eine Gottes ähnliche Erfahrung, die mich tief in jeder einzelnen Zelle meines Körpers berührte. Als würde sich die Umgebung mit meinem Inneren verbinden. Als würde ich, diese kleine, trotzige, wütende Frau, plötzlich weich, sanft und fliessend sich mit ihrem Lieblingsort verschmelzen. Als wäre ich ein Teil dieser grandiosen Natur.

Ich fühlte diese überwältigende, kraftvolle, allumfassende Liebe mit dem Universum oder der Schöpferkraft, die in jedem von uns innewohnt. Es war im Wald, beim Walken, im Sommerregen und mit Musik in den Ohren, als mich diese Macht erfasste und mich schwindelig vor Glück und Innigkeit machte.

Mama, wenn es Gott gibt, wo wohnt er? Wenn es Gott gibt, dann wohnt er im Wald.
Mama, wenn es Gott gibt, wo wohnt er?
Wenn es Gott gibt, dann wohnt er im Wald, mein Sohn.
Die Isländer GusGus katapultierten mich, mein ganzes Inneres, mein Herz und Verstand in eine Sphäre, die ich so noch nie erlebt hatte. Ich verschmolz mit dem Regen und den Bäumen bis mein Bauch und Kopf vor Zuversicht und Hoffnung fast platzten: Ich bin.
Högni Egilssons Stimme singt: „Deep inside the Milky Way“. Und genau das hatte ich erfahren: Ich war ins Weltall gereist, in dieses Universum voller Milchstrassen. Falls es Gott gibt, dann ist er in mir drin. Ich bin, ich bin er. 
text and pic by canela
music by GusGus