Alice im Wunderland – Kopf ab, Menopause!

Christiania, Kopenhagen 2014
Christiania, Kopenhagen 2014

Ich fühle mich wie Alice im Wunderland. Die Menopause bringt mich zum Staunen und ich verstehe vieles nicht mehr.

Früher war ich mit Beseitigen von Pickeln beschäftigt. Jeder getötete Pickel ein Triumph. Heute ziehen mich Härchen am Kinn in den Bann. Sie spriessen wie Unkraut. Hatten damals die Pickel mein ganzes Selbstbewusstsein zerstört, zupfe ich heute die Härchen mit einem leisen Seufzer und spiele Grinsekatze vor dem Spiegel.

Mein Uterus hat sich schlafen gelegt, er blutet nur noch alle paar Monate. Er schickt meinen Hormonen Nachrichten wie: „Hey geht schlafen, sie braucht euch nicht mehr!“ Frau PMS ist zwar weg, doch mit ihr auch meine Libido. Vermutlich ist sie verstaut in einem grossen Koffer. So war der Deal nicht, mein liebes Fräulein!

Wenn die Hormone umgezogen sind und die Libido ihr Dornröschenschlaf hält, kommen das Fett und die Faulheit auf die Bühne. Ein Paar, das sich auf einer Datingplattform über eine Matchingformel gefunden hat und nun über ihre Liebesgeschichte erzählt inklusive Fotos. Dämlich lächelnd an ihrer Hochzeit, gefolgt vom obligaten Foto mit Faulheits Schwangerschaft. Meine Kleider kneifen und zwicken. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht erinnern, Zaubertrank getrunken zu haben, der mich in die Breite wachsen lässt.

Und dann kommt die Raupe ins Spiel. Ich frage sie: „Welchen Weg soll ich nehmen? Ich habe fast mein halbes Leben hinter mir und nun will ich etwas anderes.“ Sie sagt:“ Was ist dein Ziel?“ Und ich antworte ehrlich: „Ich habe keinen blassen Schimmer.“ „Dann spielt es auch keine Rolle, welchen Weg du nimmst“, meint sie rauchend.

„Verdammt! Wer hat meine Törtchen geklaut?“, fluche ich wie die Herzkönigin und schreie verzweifelt: „Kopf aaaab!!!“

„Kopf ab“ für den luftleeren Raum ohne Kompass, in dem ich mich befinde. „Kopf ab“, weil ich beruflich dem falschen Hasen gefolgt bin und mich an einer Teeparty mit Miesmachern, Braunzünglern und Machtmissbrauchern befinde. Wo sind nur der verrückte Hutmacher und der Märzhase?

Ich fühle mich wie Alice im Wunderland. Alice ist geschrumpft und gewachsen. Alice hat sich verirrt und zurückgefunden. Alice hat gegen den Jabberwocky gekämpft und ihn besiegt. Zurück in ihrer Welt tat sie das, was sie für richtig hielt. Meine Hoffnung auf ein Happy End bleibt.

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Es hat etwas Wahres,

im Alter fällt die Schamgrenze rapide. Und das plappere ich nicht nur so daher. Ich habe allumfassende Erfahrungen damit! So meinte gestern mein Sohn, da ich Geburtstag habe, solle ich doch das Prinzessinnenkrönchen aufsetzen.

Da ich (meist) den Wünschen meines Kindes nachgehe, setzte ich mir die Krone auf und voilà: Ein Prinzessinnen-Selfie mit dem obligaten Duckface!

Ich ahne Schlimmes für’s nächste Jahr. Weil nächstes Jahr werde ich satte 50. Frau könnte nun in tiefe Depressionen fallen. Aber wenn ich dieses Jahr Prinzessin bin, werde ich nächstes Jahr Königin. Und wenn es nur in meinem bescheidenen Reich ist.

Wie heisst es so schön: Wenn du auf die Schnauze fällst, Krone richten und weitergehen!

Prinzessin für einen Tag!
Prinzessin für einen Tag!

Absolute Entschlossenheit Grenzen zu setzen

Ich bin bekannt für meine rigorosen Erziehungsmethoden. Wenn ich „Nein!“ sage, dann meine ich „Nein!“ Meine Erziehungsmaxime beruht auf Strenge, Ordnung und Disziplin. Ich weiche nie vom Weg ab. Nie! Das weiss mein Sohn.

Ich bin sozusagen der Fels in der Brandung des „Ich-will-Mama“-Meers. Ich bin die barbusige  Jeanne d’Arc, die für eine Sache kämpft: dem Junior Grenzen zu setzen! Ich bin der Winkelried aller „Aber, Mamaaa!“-Speere, die heroisch in seiner Brust stecken.

Hier ein Beispiel, um meine Festung des Grenzensetzens zu beweisen:

In der Migros betrachtete ich die Auswahl an WC-Bürsten. Diese Auswahl erstaunt mich jedes Mal. Was für Formen und Farben! Habe ich mich für eine Bürste entschieden, beschleicht mich immer wieder das mulmige Gefühl, nicht richtig ausgewählt zu haben. Aber das ist eine andere Geschichte. Kommen wir zum Kernthema dieses Posts: Absolute Entschlossenheit Grenzen zu setzen!

Nun, während ich in den Formen der Bürsten versunken war, fasste mich plötzlich sanft die kleine Hand meines Kindes an der Schulter. Ich drehte mich um und ein Tamagotchi in blauer Verpackung starrt mich direkt an.

Er (Gesicht versteckt hinter der Verpackung): „Darf ich es haben?“

Ich (stark, eisern, konsequent): „NEIN, NEIN!“

Er (Tamagotchi wird an die Brust gekrallt, die Schultern meines Sohnes senken sich in Zeitlupentempo,  dunkelbraune Augen weiten sich – perfekter Hundeblick mit Jöh-Effekt – und blicken mich treuherzig an.): „Aber Mamaaa, ich habe mir schon immer jemand gewünscht, für den ich Sorgen kann.“

Ich (mein Mutterherz sticht. Oh mein Gott, wie süss! Halt durch Canela, lass dich nicht einlullen. Argh… seine Augen glänzen, weint er? Bitte nicht! Bitte nicht! Ich bin hart!!!):  „NEIN!“

Er (weinerliche Stimme, heftige Umarmung seinerseits, sein Kopf liegt an meiner Brust, seine Augen schauen mich inbrünstig flehend an, als würde er mich anbeten): „Aber Mamaaa, du hattest auch eins, als du Kind warst.“

Ich: „NEIN?“

Er (lächelt, blinzelt mit den Augen, innige Umarmung, als ob er ertrinken würde): „Mama?“

Ich (in meinem Inneren rumpelt es gewaltig, das Bollwerk der absoluten Entschlossenheit fällt zusammen). „O.k……………“

Immerhin drei „Neins“.

by canela

Venus, der Rasierer für alle?

Ich könnte schreiben, dass die Liebe ein aus der Hölle stammender Hund ist. Ich könnte auch schreiben, dass, wenn dein Gegenüber sich selber keine Sorge tragen kann, er dich als Wunschfee benutzen wird und du an dieser Rolle jämmerlich scheitern wirst.

Doch ich möchte lieber ein Klagelied über die Benutzung meines Rasierers Venus anstimmen!

Ich schreibe über kleine und grosse Männer, die MEINEN Frauenrasierer Venus als Allgemeingut betrachten. Dabei sollte schon der Name Männer abschrecken, ihn zu gebrauchen. Ich würde nie einen Rasierer benutzen der Thor oder Mars heisst! Doch Venus scheint eine grosse Anziehung auf Frau UND Mann auszuüben.

Der rosafarbene Rasierer mit dem Namen Venus, scheint das männliche Geschlecht geradezu zu animieren, ihn einsetzen zu wollen. Der kleine Mann, zum Beispiel, benutzt meinen Rasierer, weil er sehen möchte, wie seine Waden rasiert aussehen und wie sich seine Härchen anfühlen, wenn sie wachsen. Der grosse Mann hingegen mag meine Venus, weil er die sanfte Rasur schätzt, die sie seinem Sack verpasst.

Dann gehen beide noch davon aus, dass die eigentlich Venus-Benutzerin, nämlich ICH UND NUR ICH, VERDAMMT, und niemand anders, es nicht bemerkt, dass sie ihren Rasierer benutzt haben.

Wenn ich schlussendlich meinen Venus-MÄDCHEN-Rasierer sanft ansetze, mäht er nicht mehr sauber. Mein Rasierer leidet an Verstopfung. Meine scharfen Sperberaugen erspähen von dünnen, kurzen Kinderwadenhärchen bis zu dicken, langen, gekrümmten Sackhaaren. Meine Venus entjungfert von schnöden Männerhaaren.

Venus, erwecke die Göttin in dir, heisst es im Spot. Ich nehme an, dass meine zwei Mitbewohner ihre Anima entdecken wollten. Doch ich ziehe es vor, wenn sie ihre weibliche Seite mit einer anderen Methode herausfinden würden! VENUS IST FÜR FRAUEN!

by canela

Gestern und heute…

Als wir 12-jährige Mädchen waren, unterteilten wir uns in zwei Kategorien. In solche, die schon die Periode hatten und in solche, die sie noch nicht hatten.

Klar wollte jede zu der zweiten Gruppe gehören. Wer wollte schon keine „erwachsene“ Frau sein?! Eine Freundin offenbarte mir sogar, sie hätte sie noch nicht bekommen. Aber sie wolle unbedingt zu den Frauen gehören, und darum erzähle sie, sie habe sie schon. Ich schwieg dann wie ein Grab. Ich wollte ihren Fraustatus nicht zerstören.

Wir wollten so schnell wie möglich Frauen werden. Obwohl wir davor Angst hatten.

Heute ist es so, dass absolut keine in die Gruppe der „Menopausegefährdeten“ gehören will. Wir wollen alle noch menstruieren. Und das solange wie möglich. Trotz Bauchkrämpfe und PMS.

Denn Menstruieren bedeutet, noch nicht zu den Älteren zu gehören. Wir foppen uns gegenseitig, wenn sich eine beklagt, ihre Fältchen seien tiefer geworden. Oder wir senden uns Bildchen über Cremes gegen Fettablagerungen in der Menopause zu. Kaum hat eine ihre Mens zu spät, liegt über ihr das Damoklesschwert der Wechseljahre. Wir fürchten uns vor dieser neuen Ära.

Als wir Mädchen Frauen wurden (unser Massstab war nur die einsetzende Menstruation), fürchteten wir uns vor dem ersten Mal. Heute fürchten wir uns, dass es das letzte Mal hätte sein können.

Früher wollten wir immer einen älteren Freund, der viel Erfahrung hat. Heute darf er gerne jünger sein. Denn Erfahrungen haben wir selber genug gesammelt.

Gestern dachten wir, er sei für den Orgasmus zuständig. Heute wissen wir, dass wir dafür verantwortlich sind.

Als Mädchen fanden wir es normal, dass der Mann mehr verdient (vor 30 Jahren!). Obwohl wir es nicht verstanden. Heute verstehen wir nicht, wieso ein Mann mehr Lohn bekommt für die gleiche Arbeit. Normal ist das nicht!

Vor was wir uns gestern, weder als Mädchen, noch heute als Frau fürchten, was wir als normal empfinden und IMMER noch gut verstehen, ist: Wenn unser Geldbeutel wegen einem Schuhkauf leer ist. Neue Schuhe sind, damals wie jetzt,  ein Garant für einen kurzen Glücksmoment.

by canela

Von verbotenem Gebäck

Kennt ihr das: Ihr werdet beschuldigt etwas getan zu haben oder ihr hättet Lust nach etwas Verbotenem gehabt? Dabei stimmt es nicht, und ihr seid nur der Spiegel des Anderen?

Ihr habt  abgemacht, dass ihr keine Bäckerei besuchen noch Backwaren essen, geschweige mit jemandem anderen zusammen backen werdet. Also keine Berliner, keine Meitschibei, keine Fasnachtschüeli, einfach nichts Süsses.  Ihr hält euch daran, ein Wort ist ein Wort, denn ihr habt eh keine Lust nach Süssem. Also fällt es euch nicht schwer, an einer Warenauslage vollgestopft mit Gebäck vorbei zu gehen.

Und trotzdem werdet ihr immer wieder beschuldigt, ihr hättet Sehnsucht danach und ihr wäred sogar beim Bäcker gewesen, nur um die süssen Versuchungen zu betrachten.  Dabei hattet ihr nicht mal einen einzigen kleinen Gedanken daran verschwendet, weil, wenn ihr ehrlich zu euch selber seid, Backwaren als  nicht lebensnotwendig betrachtet.

Und dann fliegt eines Tages ein Gedanke zu euch und ihr wisst, dass die andere Person, die euch beschuldigt hat, selber nascht und sich nach Kuchen und Gebäck sehnt. Ihr findet heraus, dass sie heimlich am Schaufenster der süssen Versuchungen ihre Nase platt gedrückt hat. Ihr finde heraus, dass sich diese Person sogar  auf der Betty-Bossy-Back-Community angemeldet hat, auf der nur Backrezepte ausgetauscht und Fotos von Selbstgebackenem gezeigt werden. Ihr findet schlussendlich heraus, dass man sich dort, bei Sympathie, gemeinsam real treffen, backen und sich gegenseitig fettige Berliner in den Mund schieben kann.

Und ihr versteht nun euer Bauchgefühl. Dieser seltsame Druck in der Magengegend, der herrschte bis das Unwohlsein bei dieser Entdeckung verschwandt. Und das ist gut. Sogar besser als ein Berliner  essen.

by canela

Ein richtiger Mann

Es gibt sie noch, diese Männer aus altem Schrot und Kern: Jovial, selbstgefällig und von sich selber überzeugt. Ein Mann, der alles kann und weiss. Neulich traf ich so einen richtigen Mann.

Ich mache gerade eine Umfrage über Social Media in einem Lehrgang, der sich technischer Kaufmann nennt. 20 Jungs und ein Mädel. Die junge Frau, leise und unauffällig. Die Jungs laut, neugierig und hemdsärmelig. Echte Kerle halt. Der Dozent, auch ein richtiger Mann und um die 60, mit weissem Haar und grauem Schnauz.

„Wem sind Sie unterstellt, “ fragt er mich gönnerhaft, während ich die Fragebogen in der Klasse verteile. „Ich bin dem Rektor unterstellt.“ antworte ich artig. „Und was arbeiten Sie hier an der Schule?“ fährt er fort. „Ich bin für das Marketing und die Kommunikation verantwortlich“ erzähle ich weiter. Da schiesst er wie aus der Pistole: „Marketing ist eine Führungsfunktion! Ich weiss, von was ich rede! Das ist nicht nur ein bisschen Facebook.“ Er fährt fort mit Themen, die man in der ersten Marketingstunde hört. Blablabla, blub, Marketingmix, Führung von Verkauf, blublublub, Distribution, Strategie, flopflip. Blablabla…

Er schaut mich von oben bis unten eindringlich an. Wahrscheinlich erwartet er, dass ich vor Ehrfurcht über diese tiefen Wahrheiten erstarre, die er mir im gefälligen Ton offenbart. Ich erwidere: “ Danke, gut zu wissen. Ich mache ja nur seit 20 Jahren Marketing.“ Oha, denkt er, die macht mit mir Schwanzvergleich. Und sogleich antwortet er wie aus der Pistole geschossen: „Ich mache Marketing seit 40 Jahren!“ Ich lächele ihn an und nicke anerkennend. Am liebsten hätte ich ihm gesagt: „Ey Alter, so alt bist du doch gar nicht! Sonst wärst du schon lange pensioniert! Und hey!! Ich weiss, dass du einen Längeren hast. Das ist in der Biologie so vorgesehen!“ Aber ich schwieg.

Nachdem ich die ausgefüllten Fragebogen eingesammelt habe, frage ich ihn: “ Sind sie auch auf Facebook, da sie soviel über Marketing wissen?“ Er antwortet: „Ich finde Facebook eine gute Sache. Aber ich schreibe lieber SMS.“ Eine klare Ansage eines Marketingexperten!

Das Lustigste an diesem Gockel ist nicht sein Aufplustern, sondern, dass er nach einem billigen Musk-Deodorant riecht, das in den 80igern Jahren bei den jungen Mädchen sehr beliebt gewesen war und welches man in der Migros kaufen konnte.

Ein richtiger Mann: Big Jim spielen und wie Barbie riechen.

by canela

Die kürzeste Party für den längsten Tag des Jahres

… so nannte mein Sohn das kurze Schauspiel gestern.

Eigentlich wollten er, Mozart und ich auf einem Blechdach mitten in Zürich grillen und chillen. Live chillout zur Sonnenwende von Blechdachkultur.

Wir waren genau 45 Minuten auf dem Dach! Genügend Zeit um eine Cervelat zu verdrücken und ein paar Leute zu begrüssen. Und dann wurde es schwarz am Himmel und es blitzte. Mein Kleiner ist ein Partylöwe. Aber als er die Blitze sah, wurde es ihm mulmig. Dann kam das Wasser und es regnete wie Sau!

In der Schweiz hat die Bevölkerung gegen 6 Wochen Ferien gestimmt. Deshalb war es klar, dass man den längsten Tag des Jahres nach 45 Minuten Party abbrechen musste. Wo kämen wir da hin, wenn das Wetter einen Abend lang hinhalten würde. Aber hallo?!

So endete die Party im engenTreppenhaus, das wir nach 30 Minuten verliessen. Der Regen war stärker als unser Glaube ans gute Wetter.

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Der Uterus muss raus!

So drastisch klingt es, wenn eine verzweifelte Freundin über ihre PMS klagt. Dass sie das nicht tun wird, ist klar. Welche normal denkende Frau würde freiwillig einer solchen Operation zustimmen, wenn es nicht wirklich um Leben und Tod ginge?!

Aber wenn du PMS hast, ist man KEINE normal denkende Frau mehr. Entweder ist man weinerlich drauf, könnte nur noch schlafen, nimmt gefühlte 100 kg zu und kriegt Brüste wie  Pamela Anderson in ihren besten Zeiten (jaha Männer, geil was? Aber wehe ihr fasst sie an! Die tun höllisch weh.)

Oder man möchte am liebsten jeden erschiessen.

„Fass mich nicht an!“ Päng!

„Schau mich nicht an!“ Päng!

„Sex? Igitt!“ Päng!

„Diskutier nicht mit mir, ich habe keinen Bock zum Reden!“ Päng!

Und ja, ihre Gedanken sich den Uterus rausschnippeln zu lassen, hatte ich auch schon oft. Sie heult, wenn sie auf eine Ameise tritt, ich heule, weil Petrus mir zwei Wochen lang in den Ferien nur Scheisswetter beschert hat. Aber hallo?? Beides Gründe, von denen man sich als gelassene und ausgeglichene Persönlichkeit NIE beeinflussen lassen würde.

Irgendwie lästig wird die Gebärmutter und ihre Zickereien ab dem 40sten Lebensjahr. Da kann frau noch lange denken sie sei jung. „Ätsch!“ sagt der Uterus und er doppelt nach „Vergiss es!!“

So gegen 50 weiss man, zwei Wochen juhui, zwei Wochen pfui!

Manchmal sitzen meine Freundin und ich bei einem Kaffee zusammen und jammern, was das Zeugs hält. Und wir hätten – rein objektiv gesehen – überhaupt nichts zu meckern. Aber diese Objektivität verlässt uns, sobald wir von den Hormonen überflutet werden. Und die Tage der Düsternis, des Selbstzweifels, des irrationalen Herumzicken überfluten dich, wie jährlich der Nil über die Felder mit seinen Fluten tritt. Nur hinterlässt diese Überschwemmung kein grünes Land.

„Wahrscheinlich sind sie prä-menopausisch.“ sagte neulich meine Gynäkologin mit dunkler Stimme. “ Ich hasse Wörter mit prä und gib mir endlich etwas, dass mich wieder glücklich macht!“ hätte ich sie am liebsten mit gezückter Pistole angeschrien.

Mit diesem Wissen, dass ich nun zusätzlich zu meinem Prämenstruellen-Syndrom auch noch prä-menopausisch sein soll, stehe ich da, wie die Eselin vor dem Berg des ewigen Unglücklichseins.“Ihhhahhhh!!!“

Morgen rufe ich die Homöopathin an.

by canela