Nimm dein vernarbtes Herz und verschenke es.

Die Sonne war fast untergegangen. Der Horizont blutete und war von Nebelschwaden durchzogen. Du und ich schauten gebannt auf die Geburt der Nacht.

Ich hatte vergessen, wie das ist, einen Moment des kindlichen Staunens zu teilen. Ich hatte vergessen, wie das ist, die Kraft und Schönheit der Schöpfung gemeinsam mit einem anderen Menschen zu erleben. Und ich hatte vergessen, wie es sich anfühlt, wenn ein Tag zu Ende geht und dabei nicht alleine zu sein.

Bevor ich dich dich getroffen hatte, focht ich tausend Schlachten! Was für ein Kräfte zehrendes Hin und Her zwischen Mut und Feigheit! Ich wollte fliehen, weit weg vor meiner Unsicherheit und vor einer möglichen Zurückweisung. Lieber ausweichen, statt erleben. Das Herz, das traurige Lieder sang.

Dann standen wir uns gegenüber.

Mit deinem Blick hatte ich nicht gerechnet. Aus deinen blauen Augen quoll Wärme, Zuversicht, Einsamkeit und Liebe. Nimm mein vernarbtes Herz, ich schenke es dir!

„Ich will dir zeigen, was mich berührt.“, hatte ich dir gesagt. Und du bist mir gefolgt, als würden wir uns schon lange kennen.

Wir waren eins: du, ich, das Meer und die letzten Atemzüge des Tages.

text and pic by canela

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s