Von Beobachten, Meditation und Katzen

Ich beobachte oft Details, Kleinigkeiten. Nicht bewusst und nicht mit Absicht. Menschen mit schiefem Lächeln oder mit einem warmen, offenen Blick. Menschen mit verhärteten Gesichtszügen, deren Körpersprache nicht mit dem Wort aus ihrem Mund übereinstimmt. Runde Sommersprossen, die zu eckigen Altersflecken werden.

Wer meditiert, kennt den Begriff des Beobachters. Man solle die Gedanken beobachten wie Wolken, die am Himmel vorbei schweben. Innehalten. Ich habe lange nicht verstanden was damit gemeint ist.  Sklavin meiner Gedanken, diese Hirnfickorgie aus Angst, Vorurteilen, Mustern aus der Kindheit, Glaubenssätzen und Feigheit. Mittlerweile habe ich ein vages Gefühl für die Beobachterin bekommen.

Für mich sind Katzen ein Sinnbild fürs Beobachten. Sie sitzen auf dem Fenstersims und blicken gelassen auf das Treiben auf der Strasse. Sie nehmen auf dem Tisch Platz und schauen dir zu, wie du deinen Kaffee trinkst.  Sie verfolgen dich vom Fenster aus, wie du lachst und sprichst.

Ich mag Katzen.

text and pic by canela

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3 Gedanken zu “Von Beobachten, Meditation und Katzen

    • Liebe Katja, danke danke. ❤ Aber diese Awards sind nicht mein Ding. Ich freue mich für dich, dass dein Blog nominiert worden ist. 🙂

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