Von der Magie eines Nuggis

Morgens fühlt sich die Luft und das Licht zwischen den Bäumen jungfräulich an. Die Schatten des jungen Tages sind noch weich. Ihr wisst, ich liebe meinen Wald. Vor allem, weil er immer wieder für Überraschungen sorgt.

Heute traf ich einen Nuggi. Er hing an einem Ast. Wahrscheinlich hat ihn eine Sofie Lea Karina verloren oder ein Justin Marc Kevin. Nichts gegen Dreifachvornamen. Ich besitze auch zwei.

Ich mochte diesen Nuggi auf Anhieb, weil er einen Stern trug. Ich mag Sterne, weil sie mir das Gefühl geben, meine entfernten Verwandten zu sein. Sterne sind die stillen Augen des Himmels, sie spenden Trost. Wie ein Nuggi.

Der Wald lebt. Viele Blätter sind noch als Knospen zu erkennen. Aber auf dem Boden, da wird geblüht und gewachsen, was das Zeugs hält. Wachstum kommt von unten und innen. Oft habe ich diese Tatsache vergessen, wenn ich hingefallen bin.

Ich lief an einem Paar mit einem alten Hund vorbei. Der Mann und die Frau trugen schneeweisses Haar. Ihre äusserliche Symbiose machte mich glücklich und ich dachte: „Wo du auch immer stecken magst. Ich freue mich, mit dir weisse Haare zu bekommen.“

pic and text by canela

 

 

 

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2 Gedanken zu “Von der Magie eines Nuggis

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