Mein Wald

Ich wohne in einem Dorf seit 8 Jahren, dessen Einwohner ich nicht kenne. Ich kenne weder die  Verkäuferinnen vom Volg noch vom Denner. Die von der Post sehen mich zu selten, dass sie mich beim Namen grüssen könnten. Ich habe keinen Bezug zum Dorf, in dem ich lebe.

Aber meinen Wald, den kenne ich! Jeden einzelnen Winkel. Ich kenne die Schwäne, die Stockenten, die Punkenten (sie haben eine Kreste am Kopf), die tiefliegenden Schwalben. Die unsichtbaren Biber (angeknabberte Bäume sind ihre Zeugen). Die Augen des Rehs, das mich erschrocken ansah, als ich es beim Walken erblickte. Das Eichhörnchen, das mich neugierig betrachtete, bevor es auf einen Baum huschte. Die Eidechse, welche sich sonnte.

Ich kenne die Wolken in weiss und blau und violett, die Bäume, die Steine am Fluss, den von Bärlauch gesäumten Pfad.

Ich kenne den Duft vom Fluss, vom blühenden Holunderstrauss und von nasser Erde. Das Rauschen des Windstosses und des Wasser.

Und die Melodien der Vögel.

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