Von verbotenem Gebäck

Kennt ihr das: Ihr werdet beschuldigt etwas getan zu haben oder ihr hättet Lust nach etwas Verbotenem gehabt? Dabei stimmt es nicht, und ihr seid nur der Spiegel des Anderen?

Ihr habt  abgemacht, dass ihr keine Bäckerei besuchen noch Backwaren essen, geschweige mit jemandem anderen zusammen backen werdet. Also keine Berliner, keine Meitschibei, keine Fasnachtschüeli, einfach nichts Süsses.  Ihr hält euch daran, ein Wort ist ein Wort, denn ihr habt eh keine Lust nach Süssem. Also fällt es euch nicht schwer, an einer Warenauslage vollgestopft mit Gebäck vorbei zu gehen.

Und trotzdem werdet ihr immer wieder beschuldigt, ihr hättet Sehnsucht danach und ihr wäred sogar beim Bäcker gewesen, nur um die süssen Versuchungen zu betrachten.  Dabei hattet ihr nicht mal einen einzigen kleinen Gedanken daran verschwendet, weil, wenn ihr ehrlich zu euch selber seid, Backwaren als  nicht lebensnotwendig betrachtet.

Und dann fliegt eines Tages ein Gedanke zu euch und ihr wisst, dass die andere Person, die euch beschuldigt hat, selber nascht und sich nach Kuchen und Gebäck sehnt. Ihr findet heraus, dass sie heimlich am Schaufenster der süssen Versuchungen ihre Nase platt gedrückt hat. Ihr finde heraus, dass sich diese Person sogar  auf der Betty-Bossy-Back-Community angemeldet hat, auf der nur Backrezepte ausgetauscht und Fotos von Selbstgebackenem gezeigt werden. Ihr findet schlussendlich heraus, dass man sich dort, bei Sympathie, gemeinsam real treffen, backen und sich gegenseitig fettige Berliner in den Mund schieben kann.

Und ihr versteht nun euer Bauchgefühl. Dieser seltsame Druck in der Magengegend, der herrschte bis das Unwohlsein bei dieser Entdeckung verschwandt. Und das ist gut. Sogar besser als ein Berliner  essen.

by canela

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4 Gedanken zu “Von verbotenem Gebäck

  1. Ich befürchte es geht hier nicht um Süsses bei Betty Bossi… aber wie auch immer, unser Bauchgefühl ist unschlagbar! Würden wir nur mehr darauf hören.. 😉

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