Ich kann keinä Dosä öööööffnen,

sagte meine chinesische Ärztin. „Dalum blauche ich meinen Maaaan“ und sie grinste.

Ich liebe diese Frau. Ich habe ihr einen Platz gewidmet auf meinem heimischen Altar. Abends streiche ich sanft über ihre Ikone. Ein Reiskorn in Gold eingefasst.

Diese Frau macht mich gesund und dafür verehre ich sie. Sie besitzt Humor und erzählt mir Anekdoten von Mao. Im Gegenzug lass ich sie meinen Hals lang ziehen und mich mit Gläsern schröpfen. Meine Haut bedankt sich dafür und sieht für ein paar Tage aus wie eine Alienlandebahn im Kornfeld. Runde blaue Flecken zieren meinen Körper.

Es gibt auch Fische, die sich um mich kümmern. Sie reden mir gut zu, zeigen mir immer wieder meine Qualitäten, die ich verloren geglaubt hatte. “ Du bist tapfer und du bist heilig wegen deinen Träumen“. Und dann weine ich.

Andere Menschen wiederum laden mich zum Nachtessen ein . Und wir betrinken uns und reden über 6, den sie so intensiv gemeinsam geniessen, dem ich im Moment abgeschworen habe. Meine Libido ist erschöpft und schläft, eingerollt wie eine Katze, zwischen meinem Herzen und Bauch.

Kraft meines Namens segne ich alle Menschen, die mir Gutes taten und tun. Eman!

text by canela
music: lulu rouge

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2 Gedanken zu “Ich kann keinä Dosä öööööffnen,

  1. was für ein toller text. und der segen sowieso.
    mögen dir viele gutes tun … am meisten du dir selbst.
    liebgrüss, d.

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