Mit Bonaparte am Pogen

Eins ist klar: Man merkt nie wie alt man schon ist, ausser man begibt sich in eine Menge von jüngeren Menschen. Etwas anderes ist auch klar: Man merkt nie, wie jung man geblieben ist, wenn man Musik hört, die scheinbar nur jüngere Menschen anspricht. Beides ist klar!

Gestern war ich am Konzert von Bonaparte und es hat mich so richtig geschüttelt! Also nicht metaphorisch sondern richtig. Wenn man in einer Menge von Mädels und Jungs steht, die hopsend und pogend zu den burlesken Tönen von Bonaparte ihre Körper shaken, dann wird man selber wortwörtlich zum Spielball der Menge. Da floh ich gerne ab und zu ins Fümuoar und lugte aus dem Fenster auf die Bühne, wo ein riesiger Hase sich von der Menge tragen liess. Aber auch dort liess mich das Auf-und-Ab-Wippen nicht los. Meine Waden blähten sich zur Höchstform auf.

Meine Kollegin K. freute sich über einen höchstens 20-jährigen Vereher, der behauptete, die seien ja jetzt völlig auf Kommerz, die Bonaparte. Vor drei Jahren seien sie viel geiler gewesen! Worauf sie dachte, ob er wohl schon in den Windeln an die Konzerte von Bonaparte gegangen sei….

Während sie auf der Bühne trashig Rocky-Horror-Picture-Show-mässig herumjagten und die Gitarren zum Schreien brachten, beobachte ich das Publikum. Die Jungs sahen teilweise aus wie amerikanische Trucker mit langen Bärten und Bäuchlein oder auch wie Nachfahren von den Figuren des Films Clock Work Orange. Auch Jesus-Rocker fehlten nicht mit den langen Haaren und den weichen Gesichtern. Ein Fest für die Augen!

Mir hats gefallen und sollten sie wieder einmal auftreten, ich bin dabei!

Übrigens, ich habe Haare an den Armen, die ganz dunkel sind. Ich glaube, ich werde sie bleichen. Das wollte ich noch nebenbei erwähnt haben.

text by canela
music by bonaparte

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4 Gedanken zu “Mit Bonaparte am Pogen

  1. Schönes neues Layout hast Du da! Was Bonaparte betrifft: Da kommt doch die ganze Zeit die Zeile von den „little yellow pills“. Da fällt mir grad „Mother’s Little Helpers“ von den Rolling Stones ein: „and though she’s not really ill, there’s a little yellow pill/she goes running for the shelter of her mothers‘ little helper“ usw. Das ist bestimmt kein Zufall… (sorry, ein Philologinnen-Hobby, neue Songtexte auf alte Anspielungen durchsuchen… für normale Leute völlig uninteressant).

  2. Also, Du musst Deine Haare an Deinen Armen unbedingt bleichen! Schwarze Haare könnten auch die Musik färben! Für die Bonaparte’s ’ne Katastrophe! WTF (Who not What) is Bonaporte, wasn’t he killed century’s ago? 😀

  3. @lost: nicht ganz, aber oben ohne 😉
    @diefrogg: ich brauchte tapetenwechsel. und was du das sagst, könnte durchaus trefffend sein. manchmal klangen sie wie marylin manson, dann wieder wie rage against the machine..
    @bricciola: endlich jemand, der meine meinung ist. ich meine, wegen den haaren an den armen….and bonaparte is resurrected!

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