Von Tod, Distanz und Liebe

Der Tod und andere Abschiede machen mich ungeduldig mit dem Leben und den Menschen. Die leisen und lauten Dramen hinterlassen Spuren. Kerben im Holz, das mit den Jahren härter und undurchlässiger wurde. Aber immer noch weich genug ist, einen Abdruck eines Erlebnis zuzulassen.

Die Distanz ist ein heimtückisches Tier. Sie ist angenehm, solange man die eigene Freiheit als Massstab setzt. Wird der Massstab aber fremd bestimmt, beisst sie dich.

Die Liebe gibt es. Ich sehe sie in den Augen anderer Menschen, auch gegenüber von mir. Ich sehe sie in dem Baum, der vor dem Schwimmbad steht und so grüne Blätter hat, dass sie leuchten. Man muss sich nur einlassen.

Doch sich einzulassen und sich zu verpflichten, wollen oder können nicht alle. Vielleicht denke und spüre ich falsch. Aber ich glaube an Verbundenheit, Loyalität und schnöden Alltag mit einem anderen Menschen.

Ich bin stur. Stur auf dem Weg mit Abkürzungen, Umwegen und Einbahnstrassen.

by canela

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6 Gedanken zu “Von Tod, Distanz und Liebe

  1. Glaube weiter an die Liebe und die Verbundenheit.
    Auch wenn sie dich beutelt, schlägt und trotzdem süss küsst.
    Schau mich an. Ich habe auch nie aufgehört daran zu glauben 😉

  2. …deine Gedanken stimmen mich nachdenklich und machen mir gleichzeitig auch Hoffnung – und sie sprechen mir aus dem Herzen. Hab Dank dafür!

  3. Viele von uns treffen die eigenen Entscheidungen auf der Schnellstrasse und finden sich dann oft wieder alleine in der einsamen Leere. Bleib Deinem Irrgarten treu, denn auch dieser führt, zwar langsam, aber zu einem bedachten sicheren Ziel. That’s what life is all about – slow down 🙂

  4. Hmm… aber ich glaube DU weisst was du willst. Soweit bin ich wohl noch lange nicht.

    Älter werde hat glaubs nur Vorteil. Ich freu mich ufs älter werde.

  5. Viele Gedanken auf einmal… mir fällt dies hier ein:

    Stur sein heisst doch eigentlich, dass man haargenau weiss, was man will und sich dafür auch einsetzt

    und wenn man dafür Umwege geht, heisst das nur, dass man danach mehr Ortskenntnisse hat.

    🙂

  6. @lila: wenn es eine religion, die liebe heisst, gibt, dann bin ich die päpstin aller gläubigen 😉

    @augenarbeiter: 🙂

    @bricciola: irrgarten ist gut! bin gerade am hecken schneiden.

    @Cybermami: es gibt eckpunkte, die ich für mich klar definiert habe. alle anderen striche und kurven, sind flexibel anpassungsfähig.

    @theya: man kennt wiele orte, die andere nicht kennen. und manchmal will man auch wieder zurück, obwohl es damals ein umweg schien und nicht zum ziel passte.

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