Warum man einem Ja-Aber nicht immer folgen sollte

Manchmal sollte man die ersten Gefühle sofort aufschreiben und lesen lassen. Frisch aus dem Bauch, rein in den Kopf!

Und oft sollte man die ersten Gedanken ernst nehmen und sich sofort darauf einlassen. Denn die kommen auch aus dem Bauch. Wenn man sich dann einlässt, kommt der Kopf und mit erhobenem Zeigefinger und sagt aber. Ich mag aber „Aber“ nicht! Und erst recht „Ja aber“ nicht!

Stürzt man sich in das erste Gefühl und in den ersten Gedanken rein, erlebt man wunderbare Dinge, die mit einem „Ja aber“ nie zustande gekommen wären. Ob das Mut oder nur Risikobereitschaft ist, interessiet mich nicht. Den Leben heisst auch, die Aber-Hürden zu überspringen. Es gibt nämlich auch Und-Brücken, die ziehe ich vor.

Wer jetzt denkt, dass es einfacher wäre, keinem „Ja aber“ zu folgen, täuscht sich. Denn dann kommt der Anfangssatz mit „Was ist dann, wenn…“ Und diesem Einwand muss man sich stellen.

Wen man den einfachsten Weg sucht – eine legitime Lebensart, meines Erachtens – verpasst vieles. Wohlgemerkt auch Schlechtes. Das Abwägen zwischen dem Normalem, was man auch mit normal auch immer meinen mag,  und dem Besonderen, auch hier driften die Definitionen für jeden einzelnen weit auseinander, ist nicht immer einfach. Denn die Verantwortung trägt man alleine für den Entscheid.

Mein Bauch und Kopf sind voller erster Gefühle und Gedanken, die ich nicht zuliess. Jede meiner überwundenen Aber-Hürden ist eine wunderbare Erkenntnis.

Im Moment erlebe ich Und-Brücken, wohin sie führen, weiss ich nicht. Sie fühlen sich stabil an, geben Halt und vorallem füllen sie mich mit soviel Energie, dass ich platzen könnte wie ein roter Luftballon mit lautem Knall. Die Ja-Aber-Sager würden behaupten, die Luft wäre raus. Die Und-Sager bauen daraus einfach ein Bild oder eine Gummischnur aus jedem kleinen einzelnen Detail.

by canela

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7 Gedanken zu “Warum man einem Ja-Aber nicht immer folgen sollte

    • @Tobias: das leben kann manchmal so banal sein, wie die konsequenzen einer entscheidung. also worauf wartest du?

  1. Ich finde Und-Sager leben länger.

    Wänn en rotä Ballon platzt dann blasisch halt de nächscht uf. 😀

  2. „Die Ja-Aber-Sager würden behaupten, die Luft wäre raus. Die Und-Sager bauen daraus einfach ein Bild oder eine Gummischnur aus jedem kleinen einzelnen Detail.“

    ich glaube, denke und spüre mit jeder faser, dass in dieser aussage genau der wesentliche unterschied zwischen na ja-leben und wirklich-leben ist …

  3. @cybermami: genau, dann aber einen blauen ballon.
    und eigentlich finde ich, es spielt keine rolle, wer länger lebt. nur WIE er gelebt hat, sollte man nicht aus den augen verlieren 😉

    @Sofasophia: mag sein… ich weiss es nicht so genau. ich sags dir dann am ende meines lebens und zwar in 55 jahren 🙂

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