Mercy in your daddy’s arms

Als ich meinen Vater das letzte Mal vor ein paar Wochen sah, war er völlig abgemagert und wirkte apathisch. Sein Kopf sah aus wie ein Totenkopf. Seine Beine dürr und zerbrechlich, weil er sie nicht mehr bewegen kann. Das Zimmer roch nach Fäkalien; ein menschliches Häufchen Elend lag im Bett. Dieser zornige und manchmal böse Mann, war nur noch ein Schatten seinerselbst.

Manchmal beobachtete ich ihn, wenn die Türe leicht offen stand. Er lag da und starrte die Decke an. Abwesend. Was er wohl dachte? Wo war er? Wir sprachen wenig, wie immer. Seit Jahren herrscht eine hilflose Stille zwischen uns. Sie hat sich den Platz genommen, der unser Vater-Tochter-Krieg nach Liebe, Anerkennung, Verachtung und Enttäuschung lange inne hatte.

Als ich mich von ihm mit Küssen und Streicheln im Gesicht verabschiedete, starrte er mich mit seinen milchig gewordenen Augen an und flüsterte: „Ich sterbe bald! Ich glaube nicht, dass ich das nächste Jahre überlebe. “ Normalerweise reagierte ich zynisch. Aber dieses Mal traf er mich mitten drin. Ich schluckte und versuchte die Fassung zu wahren. In gebrochene Auge zu blicken, ist nicht einfach.

Ich mag dieses Lied und den Clip dazu. Dieses Lied ist für dich, Dad.

text by canela
music by peter gabriel

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4 Gedanken zu “Mercy in your daddy’s arms

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