Schlag zu!

Was mich nervt, ist mit Typen zu diskutieren, die sich noch nie Gedanken machen mussten, wie sie arbeiten können und trotzdem ihre Gofen gut betreut wissen.  Sie haben ja ihre Frauen, die sich um ihre Bälger kümmern.

Dass ich einen Ganztageshort bzw. -kindergarten möchte (habe ich ja und zahle auch dafür, sogar zweisprachig (Was bin ich auch für eine Rabenmutter! Soviele Sprachen und so klein ist er…)) und später auch eine Ganztagesschule möchte (werde ich auch zahlen, weil im Moment gibt es ja nur Privatschulen, die zweisprachig unterrichten) versteht dieser Typ nun gar nicht. Aber jammern wenn er Unterhalt für seine Alte und Gofen zahlen muss, wenn sie sich scheiden und er Armer nie seine Kinder sieht und seine Ex-Frau nicht arbeitet.

Aber wenn ich zum Sozialfall werden würde, weil kein Mensch meinen Lebensunterhalt bezahlt, würde er es auch nicht verstehen, wieso ich nicht arbeite und er sein feines Steuergeld für eine faule Sau wie mich ausgeben müsste.

Manchmal wäre ich gerne grösser, stärker, dümmer und skrupelloser. Dann würde ich meine Faust ballen und reinschlagen. Einfach so, weil icht wütend bin.

by canela

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9 Gedanken zu “Schlag zu!

  1. „Manchmal wäre ich gerne grösser, stärker, dümmer und skrupelloser. Dann würde ich meine Faust ballen und reinschlagen. Einfach so, weil icht wütend bin.“

    du sprichst mir aus dem herzen! und doch, wenn ich es mir so recht überlege … bin ich doch lieber so, wie ich bin! du vermutlich auch. deinen blog würde ich echt vermissen!

  2. Verstehe Dich! Egal wie Du´s machst: es ist immer falsch. Du kannst einfach wählen zwischen Rabenmutter und Sozialschmarotzer…
    Insofern grüßt Dich eine weitere Rabenmutter 😉

  3. Dein letzter Abschnitt trifft heute dermassen auf mich selber zu, dass ich schon fast erleichtert bin, dass andere Menschen auch so eine Wut empfinden können.

    Manchmal möchte ich einfach blind um mich schlagen oder gezielt jemandem die Fresse polieren, aber dann erinnere ich mich daran, dass ich mir schlicht zu gut bin, um mit Idioten über Geld zu streiten oder darüber wer mehr recht hat.

    Drüber stehen. Das ist mein Motto des Tages.

  4. Mit dem Zuschlagen ist es wie mit Versuchungen. Sie sind einfach da um ihnen zu erliegen. Ich bereue keinen einzigen Schlag den ich verabreicht habe. Es tut manchmal einfach nur gut und man fühlt sich danach unheimlich erleichtert 🙂

  5. @wirbel: schreiben ist ein ersatz fürs zuschlagen. eine karriere als schlägerbraut wäre mir zu anstrengend 😉

    @katzenelson: abstraktion der frustration durch intelligenz? was ich verliere, ab und zu, ist meine contenance. aber meine hand rutscht mir selten aus. auch wenn das parkett der diskussion noch so rutschig ist. aber träumen darf man, nicht wahr?

    @cleo: willkommen hier! aufgrund der verschiedenen auffassungen, kann man immer wieder verlieren. hauptsache man verliert nicht den glauben an das, was man für richtig hält.

    @theya: ich bin so kurz 😉 da ist nichts mit drüber stehen. die gedanken sind frei, da kann gemetzelt werden.

    @leonope: seltsam, wieso glaube ich dir jetzt das alles nur 🙂 ?

  6. Bloß nicht den Verstand verlieren: Es gibt einen Unterschied zwischen Zuschlagen und Zuschlagen, meine Liebe. Das weiss ich ganz genau, gehöre ich mit 1,82 doch noch längst nicht zum alten Eisen…

    Spot an:
    Als die Bahn näherkam, merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Es roch geradezu nach schlechten Nachrichten. »Beachten Sie den Typ vorne links am besten gar nicht,« warnte beim Einstieg der Fahrer, bevor ich mich destotrotz zu dem Kerl setzte.
    Während sich im hinteren Teil des Wagens die Passagiere nahezu stapelten, hatte er fast die halbe Straßenbahn für sich, obwohl mit hochgelegten Füßen zwei Sitze locker ausgereicht hätten. »Wie geht es Ihnen?«, suchte ich sogleich das direkte Gespräch.
    »Halt die Fresse, Alter!«
    Ach so, das hatte der Fahrer gemeint! Ein ganz Schlauer. Wenn es sonst nichts ist: Ich schlug dem vorlauten Nebenmann meine Faust mitten ins Gesicht, brach ihm das Nasenbein mit einem Kracher, weshalb er auch gleich die Füße vom Sitz nahm. Reflexverhalten als letzte Handlungsinstitution; er jaulte. Dann wiederholte ich meine zwischenmenschliche Frage. Es gehe ihm gut, gab er leise Auskunft. Na also, geht doch. Demnach verbat ich ihm das Jammern, und wir genossen fürdahin eine ruhige Fahrt.

    Katzenelson,
    für den mancher Zug bereits abgefahren ist…

  7. @katzenelson: gute methode. 🙂 merke ich mir fürs nächste mal. jedesmal wenn ich aus dem zug steige, hinterlasse ich ein paar gebrochene nasen.

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