Bleu et rose et noire

Früher, wenn man dachte, es ginge einem nicht gut, liess man den Tag sausen. Man hüstelte ins Telefon, krächzte mit verstellter, heiserer Stimme ins Telefon und meldete sich krank. Man machte blau.

Früher, wenn man glaubte, man sähe nicht gut aus, nahm man den rosa Lippenstift. Man malte sich die Lippen an. Und weil man kein Geld hatte für Wangenrouge, musste der Lippenstift auch dafür herhalten. Man malte sich schön und rosa.

Heute steht man auf, reisst sich zusammen, bemalt sich wie immer, funktioniert und sieht schwarz.

music by noire desir

text by canela

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14 Gedanken zu “Bleu et rose et noire

  1. *durchaus bildlich gesehen*

    jeder tag ist eine neue auferstehung mit der gewissheit, daß das ende wieder ein kleiner tod ist. so soll doch etwas farbe erlaubt sein um sich den tag „schön zu malen“.
    in dieser hinsich ist frau uns mann überlegen, etwas farbe…

  2. @acqua: ach darum?! ich trug die sonnenbrille und sah nur dunkel. kein wunder, ohne sonne!

    @gokui: ja wir können uns anmalen. du könntest das auch. im alten ägypten trugen die jungs auch farbe und beim hof des französischen sonnenkönigs war puder höchst angesagt.

    @leonope: wie recht du hast. 😉 leider sieht man nach rotwein nicht rot. eine farbe, die mir sehr gefällt.

    @theya: einen himmelblauen kuss auf die stirn zurück!

  3. ja und bei den indianern gibt es heute immer noch die kriegsbemalung. komisch… *pause – gübel* kriegsbemalung – jagd…

  4. @gokui: welche meinst du denn? die indigenen völkern sind doch schon fast alle ausgerottet.

    und kaum findet man noch einen stamm, wird er dank unseren zivilisationskrankheiten (grippe und alkohol) dahingerafft.

  5. ja da magst du recht haben, auch wenn es dir gut gelungen ist meinen eigenen fokus auf die realität zu lenken. gratulation !

    aber was können wir alle oder jeder für sich gegen dertige veränderungen tun ? in meinem kopf und den dazugehörigen internetkontakten häufen sich diese fragen. und oft wird sturmweise auf einen lösung hingearbeitet, als gäbe es kein morgen mehr. ( aber wer weiß das schon, ob es für uns individuen noch ein morgen gibt ? )

  6. Okay, nachdem ich also ein paar tausend Email-Anfragen erhalten habe, darf ich hinzufügen: Das »verliebt« ist natürlich rein künstlerisch gemeint und so weiter…
    Sorry, Boys! 🙂

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