Das war nicht der Zauberberg

Wenn man in Davos in einem Hotel landet, das den Anfangsbuchstaben wie Sun City trägt, muss man sich nicht wundern, wenn man zwischen Pensionierten und Scheintoten aktiven Menschen landet.

Ich habe noch nie so viele ältere Menschen auf einem Haufen erlebt. Die hauen auf den Putz, die aktiven Menschen! Abends trällert eine One-Man-Show alle Klassiker der Schlagerparade. Sogar Lady Marmelade sang er bravurös und heiserer als Rod Steward. Nur die Marmelade fehlte. Wenn man nach fast 10 Stunden Weiterbildung an der Bar landet, ist fast zuviel los!

Doch wir „Jungen“ waren da zum Schreiben, und nicht um ältere Frauen und Männer aufzureissen. Wir haben zum Beispiel Inserate kreiert. Meins war nach so vielen Stunden sitzen so schräg, dass wohl ein paar zarten Seelen den Schauer über den Rücken lief. Aber findet ihr es nicht legitim, wenn Frauen für einen guten Kaffee morden? Ich schon!

Einem Radioredaktor schrieben wir die Anmoderation, den sogenannten Schuhlöffel. Mit einem Komiker zusammen lachten wir über prämierte Werbespots. Wir sahen sogar einen Trailer eines Films, der im Januar in die Schweizer Kinos kommt. Der Filmemacher ist ein ehemaliger Hockeyspieler. Und immer wieder: Der kreative Sprung war das Zauberwort.

Mein Leben besteht nur aus kreativen Sprüngen. Jedesmal wenn ich dachte, das Ende zu kennen, gab es einen neuen Anfang. Und wenn ich meiner Banknachbarin kurze Episoden aus meinem Leben erzählte, kam es mir selber wie eine Telenovela vor. Ich lebe, so zu sagen, den kreativen Sprung. Das war meine Erkenntnis in diesen drei Tagen Zauberberg-Erfahrungen.

Ob mir das Gelernte beim Texten hilft? Keine Ahnung! Weil jetzt springe ich völlig unkreativ ins Bett! Gute Nacht!

by canela

pic from wiki

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2 Gedanken zu “Das war nicht der Zauberberg

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