Vorspiel an der Bar

Es gibt Päärchen, die, wenn sie an der Bar vom Art Deco Montana stehen, sich ganz fest lieb haben. So sehr, dass sie ihr transzendental anmutendes Vorspiel schon dort beginnen.

In mitten von vielen Menschen reiben sie ihre Nasen und Gesichter und das in Slow Motion. Gehauchte Küsse schweben davon. Dann plötzlich bleiben sie Stirn an Stirn kleben. Ganz lange und ohne sich zu bewegen. Wir schauen sie gebannt an. Doch sie kleben weiter aneinander. Dann öffnen sie plötzlich die Augen. Ein Schlafzimmerblick und wohl das Ende des Vorspiels. Sie verschwinden schnell. Wahrscheinlich wollen sie ihren Geschlechtsverkehr nicht verpassen.

Acqua vermutet, sie hätten über das dritte Auge kommuniziert. An diese Möglichkeit hatten wir anderen nicht gedacht. Dafür sagt Lila immer im voraus, was der Klavierspieler uns vorsingen und spielen wird. Ich vermute sie hat den Pianoplayer bestochen.

Ngb singt meist mit. Er hat eine schöne Stimme. Und Humor. Denn Frau Frogg, welche mit ihrem Herrn T. da war, meinte, sie hätte ein Freund, der Höhenangst habe. Aber er sei Satellitenbauer. Da meinte Ngb, diesem Freund werde es sicher schlecht, wenn er Satellitenbilder betrachte.

Ich habe, wie es die Tradition verlangt, wenn ich mehr als einen Blogger oder eine Bloggerin treffe, hohe Stiefel an. Genau solche, die Blasen verursachen. Ein Treffen ohne Blasen an den Füssen, ist einfach nichts! Es hat keine Nachwirkungen. Morgen geht es wieder ans Aufstechen, damit ich überhaupt gehen kann. Diese liebgewonnen Rituale möchte ich um keinen Preis missen.

by canela

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14 Gedanken zu “Vorspiel an der Bar

  1. Genau gesagt war es nicht Kommunikation über das dritte Auge, die ich vermutete, jedenfalls nicht im engeren Sinn; ich dachte eher an Sex im weiteren Sinn. Deshalb glaube ich auch, dass wir nicht nur dem Vorspiel, sondern den ganzen Akt beigewohnt haben.

  2. @acqua: Warum hast Du mich nicht darauf aufmerksam gemacht? Ich stehe sonst nämlich auch immer haöbe Nächte an Parkplätzen, um nichts zu verpassen, Hab bisher aber immer die falschen erwischt 🙂

    @canela: ich habe gesungen? Muss an der Kombination Gin, Campari, Caol Ila gelegen haben.

  3. Pingback: Gin, Campari, Caol Ila … « Nedganzbachert - ich steh’ dazu!

  4. @acqua: der ganze akt? so tantrisch? wow! und ich habe es nicht mal richtig gemerkt…..

    @ngb: ich habe es gehört;-) na ja zum singen braucht es doch keine hilfsmittel. entweder man kann es oder nicht. du kannst es.

    @mme lila: tja, wieso meinst du dass ich die schuhe oder stiefel nicht ausziehe? kaugummi an den füssen! iiik!

  5. Wenigstens wurde an deinem linken Ohr schön gesungen, canela, das rechte hatte da weniger Glück…

    ngb: Die falschen was? Paare?

    lila: So lange der Kaugummi an deinen Füssen keine Blasen wirft, geht es ja eigentlich noch.

  6. Himmel, da muss ja was abgegangen sein! Gut, dass ich nicht mehr da war. Ich wäre glatt umgekippt! (Kein Kaugummi, der mir die Füsse auf den Boden klebte).

  7. Ich will es auch euch nicht vorenthalten, schliesslich ist es sowas wie die Initiation zur Frau (glaubs) : Lila trugt gestern nicht nur Kaugummi,
    sondern auch eine klitzekleine (zugegeben) Blase von den Schuhen an den Füssen !

    Canela hat mich bereits offiziell und scheinbar glücklich in die Zunft der Blasenträgerinnen aufgenommen.

    Ich bin erfreut.

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