Ärztin sucht Krankenpfleger

Könnt ihr euch ein solches Inserat für Partnersuche vorstellen? Gibt es das überhaupt, dass besser ausgebildete Frauen sich einen weniger ausgebildeten Mann suchen und gar eine Familie gründen? Meist suchen sich diese Frauen einen mindestens genauso gut ausgebildeten Mann.

„Hallo, ich bin Sonja und Architektin, mein Mann Hans arbeitet als Müllmann.“  „Hi, ich heisse Sandra, Ärztin und mein Mann Paul ist Krankenpfleger“. Wieso gibt es eine solche Vorstellung unter Frauen nicht?Geistern in den Köpfen dieser Frauen immer noch das Bild des Mannes als Ernährer herum?

Wieso gibt es Männer, denen es nichts ausmacht, dass ihre Frauen ihnen bildungsmässig unterlegen sind und sich auf eine Ernährerrolle einlassen bzw. reduzieren? Sind gut verdienende Frauen versteckte Heimchen am Herd, wenn es um den Vater ihrer Kinder geht?

by canela

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14 Gedanken zu “Ärztin sucht Krankenpfleger

  1. Intelligente Männer wirken auf mich sehr sexy.

    Ich suchte mir meinen damaligen Mann nicht als Vater meiner Kinder und Ernährer aus, sondern verliebte mich in ihn.
    Als wir Kinder bekamen, kam uns bei der Rollenteilung eben in die Quere, dass sein Einkommen viel höher al meines ist .
    Und so reduzierten ich mein Pensum auf damals 40%, während er 100% arbeitete.

    Ein Rollenwechsel, Papa zuhause und Mama geht voll arbeiten und macht Karriere, hätten wir uns vorstellen können. Ohne Zweifel.
    So lange aber die Frauen weniger verdienen als der Mann, wird diese Möglichkeit oft schon im Keim erstickt.

    LG !

  2. Ärztin und Krankenpfleger ist doch cool. Sie sind immer füreinander da 🙂 Und für den Müll den manche Architekten produzieren, kann man doch Hans auch sehr gut gebrauchen 😎

  3. ich denke das einfach viele trotz der ganzen ratio und emanzipation zu sehr in ihren rollen verhaftet sind. ist ja auch recht bequem. stecken dieses urinstinktives verhaltensmuster doch die grenzen, aufgaben u. rollen klar ab. wozu sich also noch anstrengen ?

    wie es bei mir aussieht ?
    obwohl ich voll arbeite verdient meine holde mehr als ich. mir doch egal. ob sie es stört frage ich mal besser nicht…

    ….frauen sind eh nie zurieden, so als mann… 😉

  4. @lila: ich finde gebildete und intelligente männer auch sexy. aber bildung nicht nur mit wissen im kopf, sondern auch mit herzensbildung.

    wenn man für eine gewisse zeit sich ernähren lässt ist das legitim. ich persönlich finde, kindererziehung ist mutters und vaters sache. ich rede nicht nur davon, ich lebe es ja. aber auch nur, weil der vater auch ein vater sein will, der zeit investiert.

    aber ich stelle fest, dass gut verdienende frauen sich eher weniger für einen mann interessieren, dessen sozialen status nicht mind. ihrem entspricht.

    @leonope: ich sehe, du bist wieder mal pragmatisch wie immer 😆 ! aber du hast recht! so kann es gut funktionieren. ich werde das mal ein paar bekannten vorschlagen 😉

    @gokui: na ja, einige frauen von heute denken, sie stecken NICHT in dieser rolle und leben sie auch nicht. bis die kinderfrage auftaucht…

    ob das wirklich urinstinkte sind, weiss ich nicht so genau. vielleicht ist es nur jahrtausende propaganda männlicher denkweise , um ihre „macht“ zu etablieren oder zu legitimieren.

    und ich habe auch mal mehr verdient als meine männer, die ich hatte. mir war das völlig egal.

  5. Ich finde einen Mann anziehend, wenn er für etwas Verantwortung übernommen hat. Oft tun Männer das halt per Karriere. Es gefällt mir aber auch, wenn sie ihre Kinder selber erziehen (manche davon sind ja sogar (wieder) zu haben), oder wenn sich mit irgend etwas, auch etwas ganz kleinem, selbständig gemacht haben oder wenn sie sich sozial engagieren. Die Biologin in mir sagt mir, dass ich damit nach einem verantwortungsvollen Vater meiner potentiellen Kinder suche. Könnte ja sein.

  6. @acqua: einer der gründe, wieso canelitos vater, canelitos vater ist, ist, weil ich wusste, er würde genauso viel für den kleinen schauen wie ich. also zeit investieren, mit allem drum und dran.

  7. Irgendwie fühle ich mich sehr angesprochen 😉

    Erst mal: es ist zwar (noch) relativ selten, aber es gibts auch in meinem Freundeskreis, sogar 2 mal: der Vater bleibt zu Hause bei dem Kleinkind und die Mutter geht direkt nach der Mutterschutzzeit wieder arbeiten. Grund: sie verdient mehr als er.

    Ich denke, dass diese häufig festgefahrenen Vorstellungen gleichermaßen von Mann und Frau vertreten werden. Wie ja hier schon erwähnt: Frauen möchten Männer, die zumindest ihrem sozialen Status entsprechen und umgekehrt fühlen sich Männer bei ihnen ‚überlegenen‘ Frauen nicht wohl.

    Was mir in den vier Monaten Vaterzeit, die jetzt leider hinter mir liegen, aufgefallen ist: In Gesprächen um unser Kind wurde fast immer nur meine Frau gefragt. Konkretes Beispiel: wir erzählen einer Mutter (ca. 50 Jahre alt) von drei Kindern, dass wir beide zu Hause sind und unser Kleiner noch zu schwach zum Stillen ist und daher die Flasche bekommt. Die direkt folgende Frage explizit an meine Frau gerichtet: „Wie oft musst du nachts raus?“

    Diese klassische Rollenverteilung steckt einfach – warum auch immer – noch tief in vielen von uns drin.

    Hey, ich wollte hier nur kommentieren… 😉

  8. „vielleicht ist es nur jahrtausende propaganda männlicher denkweise , um ihre “macht” zu etablieren oder zu legitimieren.“

    na das könnte es auch sein. obwohl wenn ich so nachdenke, zumindest hier in unseren gefilden dürfte das heutzutage nicht mehr zutreffen.

  9. @canela: neue frisur ?
    ähhhh…. ausage von mir propaganda ? jo wenn man ode besser frau es so liest. von mir war es mehr als beobachtung gemeint. ich gehöre jedenflals nicht zu der spezies die an ihrem verhaltensmuster hängt. ich sche** drauf !

  10. Pingback: Weltfrauentag und geteiltes Sorgerecht | el mundo de canela

  11. Wieso soll es sowas nicht geben? Ich denke schon, dass das vorkommt, auch wenns vll nicht häufig ist. Aber wenns passt, dann passts – ist doch egal, was der Partner für einen Beruf hat 🙂

    LG,
    Judith von Krankenpfleger

    • liebe judith, ich bin völlig deiner meinung. der beruf des partners, der partnerin sollte egal sein. mir persönlich ist er piepegal, weil der beruf des anderen, nicht viel über sein wirkliches wesen aussagt. und weil ich den partner nicht als einkommensquelle betrachte.

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