Eva, Lust, Familie

Ich bin jemand der Lust liebt. Ich bin jemand, der vieles nur aus Lust tut. Dass aber die Lust auch als Instrument zur Manipulation eingesetzt werden kann, weiss wohl jeder.

Da lag es nicht fern, dass ich mir das Buch „Die Politisierung der Lust“ von Dagmar Herzogs reinzog. In diesem Buch steht, unter anderem, dass man in der NS-Zeit, die Promiskuität regelrecht propagiert hat, damit man möglichst viele Nachkommen zeugt. Darum auch die vielen Lager für jedwelche körperliche Ertüchtigung (die Anfänge der Swingerclubs?)

In Propaganda-Filmen sah man dann die Familie, als das höchste Gut dieser Gesellschaft. Einerseits sagten sie; gründet eine Famile! Andererseits förderten sie die sexuelle Freiheit in einem, für damalige Zeiten, noch unbekanntem Mass. Die Kirche hielt einfach die Schnauze und machte es den drei Affen gleich.

Die Eva Herman hat etwas über Familienwerte zur NS-Zeit erzählt. Das hat sie den Job gekostet. Jetzt kann sie endlich ihrer Erfüllung nachgehen. Sie wird tüchtig und voller Elan die weisse Schürze umbinden und ihren Mann fürsorglich hegen und pflegen.

Endlich du hast es geschafft, Eva! Du kannst deiner Berufung nachgehen. Und da du ja findest, dass wegen den berufstätigen Frauen, es weniger Kinder gibt, finde ich, dass du mit deinen 48 ganz klar noch eins auf die Welt bringen solltest. Ich hoffe, es wird ein Junge, du kannst ihn dann Adolf nennen.

by canela

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6 Gedanken zu “Eva, Lust, Familie

  1. kann ich schon verstehen, diese einstellung. was mir nicht passt: ich glaube eine starke demokratie sollte auch solche „abweichlerischen“ meinungen nach sehr stark rechts ohne weiteres verkraften können. zudem, alles was im licht passiert kann, weil überwach- und kontrollierbar, keine wirkliche gefahr sein. das was im dunkeln vor sich geht ist allemal gefährlicher für geist und körper.
    für die unverbesserlichen, die ss-organisation, die den auftrag hatte die geburten in die höhe schnellen zu lassen hiess „lebensborn“. etwas mehr über die organisation, die kranken gehirne und die motivation die dahinter standen findest du hier.
    ach ja, die kirche ist immer auf der seite der mächtigen, in hitlers deutschland, in francos spanien, in südafrikas apartheit war das nicht anders als heute überall auf der welt wo es unterdrückte gibt.

  2. Ich erlaube mir mal , mit einen und den selben Kommentar heute durch alle Blogs, welche dieses Thema haben, zu traben :

    Da Frau Stressfrei sich berufsbedingt pädagogisch-emotional beladen gerne bei solchen Themen mitmischt, hier einmal mein Senf.
    Die Frau Herman bezieht sich ja alleine auf das Bild der Hausfrau und bezüglich der Kindererziehung ist sie eben der Meinung, dass es besser ist für die Kinder, wenn Mutti den ganzen Tag zu Hause ist.
    Das Problem ist, das sie diese Meinung schon fast fanatisch propagiert ohne aber gründlich zu recherchieren.
    Denn es stellt sich in der Kindererziehung überhaupt nicht die Frage nach der Quantität.
    Sie hat sämtliche soziologische Zusammenhänge wenig komplex durchleuchtet, bezieht aber trotzdem ihre Meinung aus der These „früher war alles besser“.
    Das jetzt aus Sicht meiner Sozialpädagogenseele einmal genauer darzustellen würde hier den Rahmen sprengen (obwohl es mir im Finger juckt)das zweite Buch war aber auch nur der berühmte Tropfen, der das Fass zu überlaufen gebrach hat. Hat Frau Herman in ihren ersten Buch schon wenig sozialkritisch die Frage nach der idealen Erziehung gestellt, sondern sie hat propagiert.
    Und das ist nicht gut, denn somit hat sie die jahrelang Arbeit ,die die deutschlandweite Frauenpolitik geleistet hat in Frage gestellt.

  3. Journalistisch kann man Evas Bücher nicht ernst nehmen. Die Fakten sind falsch, sie hat sich nicht die Mühe gemacht, etwas zu recherchieren, sie stellt Verbindungen her, wo keine sind etc. Schon allein das disqualifiziert sie als ernstzunehmende Journalistin. Ist so jemand eine wirkliche „Gefahr“ oder macht sie sich nicht letzten Endes einfach nur lächerlich?

  4. @zores: welche einstellung genau meinst du? und danke für den link, der ist sehr spannend.

    ich finde auch, sie darf sagen was sie will. denn gerade sie wirkt unglaubwürdig mit ihren aussagen und macht sie so selber lächerlich. sie ist einfach peinlich.

    @daniela: für eine journalistin ist sie ziemlich diletantisch, finde ich.

    für mich stimmt, die ganze sache mit kindhaben nur, wenn die mutter UND vater auch glücklich sind.

    mein sohn ist ein glückliches kind, gerade weil er nicht die ganze zeit am rockzipfel der mutter gehangen ist.

    @andreschneider: sie ist nur peinlich. und ich finde sie lächerlich. aber jedem seine meinung was? 😉

  5. Natürlich, jeder hat das Recht auf seine Meinung. Aber das, was sie tut, geht ja weit über die „freie Meinungsäusserung“ hinaus. Sie tarnt ihre Meinung als einzig gültige Wahrheit, gibt sich journalistisch, wissenschaftlich, seriös. Dabei fehlt jegliche Grundlage. Das ist in der Tat peinlich. Und auch gefährlich. Weil da mit Sicherheit einige tausend Menschen sind, die das, was sie da lesen, glauben. (Weil es ja von einer seriösen (Tagesschau-)Journalistin verfasst ist.) Und das ist erschreckend. Gut, der NDR hatte ja ein Einsehen und Frau Herman muss ihre Hakenkreuze jetzt bei sich zu Hause aufhängen.

  6. @ canela
    na deine einstellung zum geschmiere von frau herman. 😉

    @ andreschneider
    du sagst selbst, jeder hat das recht auf eine eigene meinung! finde ich auch. ob die nun links aussen oder äusserst rechts oder irgendwo dazwischen ist, spielt keine rolle. spielt auch keine rolle ob MIR die meinung passt oder nicht. die meinungsfreiheit ist immer wichtiger als die meinung selbst. alles andere ist zensur und einer demokratie nicht würdig! oder glaubst du allen ernstes, du könntest verhindern, das so schrott anhänger findet, wenn du den schrott selbst verbietest? im gegenteil, verbotenes ist immer attraktiver als erlaubtes. die deutsche geschichte zwischen den kriegen ist ein gutes beispiel dafür, das verbote nichts fruchten. es ist die aufklärung -ohne lügen- und die aufrichtigkeit der politik die zählt und überzeugt, alles andere fruchtet nicht.

    wenn ich mich so lese: ich glaube ich geh in die politik 😆

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