Schweizer sind nicht immer nett

Habe ich doch heute hier gelesen, dass die Deutschen ganz erstaunt sind, wie unfreundlich Schweizer sein können. Das amüsante Bergvolk?! Also wenn ich meinem Canelo sage, er gehöre zum Bergvolk, dann lacht er nur laut. Ich glaube viele Schweizer fühlen sich nicht als Bergler. Das sind hier nur die, die tatsächlich in den Bergen leben. Und so viele sind das nicht.

Die Schweizer sind nicht besonders gastfreundlich. Sie sind eher nettzurückhaltend, aber nicht übertrieben freundlich. Im Ausgang redet keiner mit dir, wenn er/sie nicht muss. Ok, ausser er/sie ist etwas angeheitert. Aber diese Aussage gilt nicht für alle Regionen. Ich fand die Luzerner und Basler offener als die Zürcher. Bei den Bernern muss man Geduld haben, dass sie überhaupt was sagen. Und die Walliser reden zwar, aber die versteht keine Sau!

Für mich steht fest: die Schweizer sind nicht die grossen Kommunikatoren. Das ist per se nicht schlecht, es ist einfach so.

Ich habe öfters ein paar Monate lang in Deutschland gearbeitet. Und ich war immer wieder erstaunt, wie schnell die Leute mit einem reden. Ich bin in Deutschland vielen offenen, sympathischen und hilfreichen Menschen begegnet. Aber das sind meine Erfahrungen und keine belegte Studien.

Letztens in Berlin hat doch der Barkeeper einfach mit uns geredet?! Was waren wir Mädels erstaunt! In Zürich spricht kein Barkeeper mit dir, den musst du fast die Füsse lecken, damit du was zum Trinken kriegst.

In Österreich war ich auch angenehm überrascht. In der Schweiz macht man ja Witze über die Österreicher, wieso genau, weiss ich eigentlich nicht. Denn sie sind, was die Freundlichkeit betrifft, uns Schweizern meilenweit voraus.

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4 Gedanken zu “Schweizer sind nicht immer nett

  1. Und wo sind denn die „Unfreundlichen“, respektive wo haben die Deutschen denn diese sorte angetroffen?
    In Zürich? Bern? Lugano…..? Ich vermute in den Ferienorten, wo jeder 2. ein Feriengast ist, oder ein/e ausländische/r GastronomiegehilfeInn. Kann mir gut vorstellen dass in den grossen Aglomerationen die Freundlichkeit jedes einzelnen zur Strecke kommt, aber in den Vororten ( Bergvolkdörfern ) sicherlich nicht der Fall ist. Dort grüssen alle freundlich, jeder kennt jeden, alle gehen morgens auf den Dorfplatz um zu *dörflen*, dann ein bischen *kömmerlen * im Dorfladen…..ja dass ist doch was den Schweizer ausmacht….nicht?

  2. Komisch dass du darüber schreibst. Gestern erklärte ich genau das meinem Lieblingsmenschen, die von mir gefühlten Unterschiede von den Eidgenossen und ihren Nachbarn. Ich empfand es ähnlich wie du.
    Vielleicht weil Lieblingsmensch kein Schweizer ist und meine Wurzeln in Frankreich atmen.

  3. @bad habits. klicke auf den link bei dem wort „hier“.

    das dörfle oder kömmerle macht den schweizer kaum aus. das gibt es in kleinen dörfern überall , dass man sich kennt und begrüsst.

    ich fand es sehr angenehm, dass man in berlin oder münchen, immer gefragt wurde, ob man hilfe braucht, wenn man verloren in einen stadtplan reinschaut. sowas ist mir hier selten bis nie passiert.

    @madame lila: ja manchmal verändern die wurzeln den blick, aber nicht die liebe zum land. denn mein land ist die schweiz.

  4. Ja, Canela du hast Recht. Im allgemeinen sagt man ja
    *Die Welt ist ein Dorf*
    und hier ist glaub die CH ausgeschlossen, denn sie ist nicht einmal in der EU *g*g*

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