Klöntalersee im Oktober

Ich bin hin und weg. Dieser See ist so wahnsinnig schön. Und für „Aua-mein-Knie-Wanderer“ wie ich super zum Erkunden. fullsizeoutput_27d6fullsizeoutput_2889fullsizeoutput_2892fullsizeoutput_289ffullsizeoutput_28b0fullsizeoutput_2872

pics by canela

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Wallis

Ich war noch nie im Wallis, ausser vor 30 Jahren in Zermatt.

Vor einem Monat durfte ich zwei Tage dort verbringen. Ich glaube, ich habe mich in diese Gegend ein bisschen verliebt.

Eingebettet zwischen den Bergen habe ich erfahren, wie klein ich als Mensch bin und dass ich ein Teil von etwas Grossem bin. ❤

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Nimm den Miss-Titel!

Was wäre, wenn du deine Angst vor Verletzungen auf eine beleuchteten Bühne stellen würdest? Was würde dir auffallen? Was, wenn du diese Angst vor echter Nähe und wirklichem Einlassen beiseite schieben würdest? Was bliebe in diesem Scheinwerferlicht zurück?

Was wäre, wenn du nicht mehr mit angezogener Handbremse durchs Leben führest? Wie wäre es, wenn du ungehindert Gas geben könntest? Wohin würdest du fahren?

Die Zeit heilt keine Wunden, wenn du dich nicht selber um die Wunde kümmerst. Denn, wenn du nicht zu Beginn diesen Stich gut versorgst, wird er aufplatzen, bluten oder eitern.

Wenn du dein Leben mit der Frage führst, was du nicht mehr möchtest, schiebst du Dinge weg. Du reagierst, statt zu agieren. Das Vorankommen ist mühsam, weil du deine Kraft gegen statt für etwas einsetzt.

Wenn du dich hingegen mit den Fragen beschäftigst: „Was habe ich gelernt? Was möchte ich? Wen wünsche ich mir wirklich an meiner Seite?“ erhältst du eine Perspektive, einen Leitstern. Der innere Kompass richtet sich aus, deine Kraft bündelt sich und du gehst vorwärts. Genau in dem Tempo, das du bestimmst.

Du siehst zwar immer noch das, was du nicht möchtest. Du richtest jedoch deine Aufmerksamkeit auf das, was dir gut tut. Dieser Fokus stärkt dich. (Miss)erfolg ist Teil des Erfolges. Nimm den „Miss“-Titel und setze dir die Krone auf, die du selber geschmiedet hast!

Schiebe deine Verletzlichkeit nicht zur Seite. Nimm sie mit! Kümmere dich um sie. Denn diese Verwundbarkeit ist dein Antrieb. Dein Benzin, das nie ausgeht. Nimm dein vernarbtes, blutendes Herz und verschenke es.

Und…..Frag dich Fragen, die dich glücklich machen.

text by canela
music: bugge wesseltoft & sidsel endresen

Mutter

Heute in 5 Tagen bin ich seit 13 Jahren Mutter. Hätte man mir das gesagt, als ich 35 war, hätte ich nur laut gelacht und dieser Person den Vogel gezeigt.

Ich wollte nicht Mutter werden. Zu schwer war mir die Verantwortung und zu einschneidend schien mir diese Rolle. Bis ich mit fast 40 Jahren Mutter wurde.

Die Geburt war ein Blind Date, welches für mich mit Liebe auf den ersten Blick anfing. Da hatte ich nun ein kleines Wesen, das nach Vanille und Honig roch und von mir total abhängig war. Was für eine verdammt grosse und furchterregende Aufgabe!

Das war kein Projekt, das man sorgfältig planen und nach getaner Arbeit abgeben konnte. Nein! Da war ein Teil von mir im Aussen, das so verletzlich und zart war. Da war plötzlich so viel Liebe, in der man versinken konnte. Da war das Loslassen und keine Kontrolle haben. Und da war das Wechselbad der Gefühle zwischen Zweifel und Sicherheit, das Richtige getan oder entschieden zu haben.

Ich habe meinen Sohn ins Kino geschmuggelt als er 4 war und behauptet er sei 6. War das richtig? Statt meinem Sohn das Hören von Bushido oder Kollegah zu verbieten, habe ich mit ihm unzählige Male über die Inhalte der Texte heftig diskutiert. Ich besuchte mit ihm sogar Kollegahs Konzert als er 9 war. War das richtig? Ich habe gelernt Grenzen zu setzen. Nicht. Und ich habe versucht, auf seinen Berufswunsch Einfluss zu nehmen, weil ICH mir nicht vorstellen konnte, dass man Polizist werden möchte (heute will er das auch nicht mehr, puhh….).

Jetzt ist er in der Pubertät. Wir kriegen beide Haare im Gesicht:  Er oberhalb der Lippen und ich am Kinn. Wir hören laut Musik im Auto. Er gibt mir immer noch spontan die Hand oder umarmt mich in der Öffentlichkeit. Oder er sagt mir: „Mama, du bist so peinlich. Hör auf zu nerven!“

Inmitten von diesem Meer aus Liebe, Zweifel und viel Lachen stehe ich vor der Herausforderung mich selber zu bleiben, eigene Glaubenssätze und externe Erwartungen zu prüfen. Was ist eine gute Mutter? Wie erziehe ich meinen Sohn zu einem „guten“ Menschen? Wer bestimmt überhaupt, was gut ist? Nach all diesen Jahren bin ich zum Schluss gekommen, dass nur mein Kind darüber urteilen darf.

Mutter zu sein ist schwierig und toll, weil ich ein wunderbares und genau das richtige Kind dafür habe.

by canela

 

$uicideboy$ in Zürich

Was für ein fucking geiles Konzert! Die Jungs gingen ab wie Sau!

Von der Tribüne aus sah ich, wie das junge Publikum im Moshpit abging. Rohe, unverbrauchte Energie. Ein Testosteron-Overload. Der Wahnsinn!

O.k., ich habe das Alter des Publikums auf 20 Jahre angehoben. 😉 War mir egal. Denn, sollten die $uicideboy$ wieder in Zürich auftreten, ich bin dabei.

pic by canela
music by $uicideboy$

 

 

Ich wünsche dir eine weisse Nacht

Ich wünsche dir eine weisse Nacht.
Eine, in der alles leuchtet, obwohl die Sonne schon lange schläft. Bekleidet mit nur meinem Lächeln und meiner Angst stehe ich vor dir. Dein Blick streichelt meine Rundungen. Meandrieren, Wellen schlagen, in der Gischt ertrinken.

Ich wünsche dir eine weisse Nacht.
Eine, in der man alles siehst, obwohl die Augen geschlossen sind.Verbunden durch Blume und Stab. Atmend durch unseren Schoss. Deine Hand stützt meinen Nacken und gibt meinen fliehenden Gedanken Halt.

Ich wünsche dir eine weisse Nacht, die Dunkle kennst du schon.

text and pic by canela
music torun eriksen