Scott Matthew drückt Canela im Restaurant Kultur Viadukt

Vor etwa 5 Jahren schrieb mir André Schneider, ich solle mir unbedingt den Film Shortbus anschauen. Das tat ich und ich fand MEIN Scott Matthew darin. Er sang und spielte mit seiner Ukulele. Was für eine tolle Stimme, dachte ich mir und das wars.

Dann vor 3 Jahren hörte ich Radio und plötzlich kam ein Lied, dass mir die Tränen in die Augen trieb. Es haute mich um. Und ich war verliebt. Es war dieses Verliebtsein, das sich wie hohes Fieber anfühlte. In diesem fast schon Wahn, welcher mich immer erfasst, wenn ich unbedingt ein Lied haben muss, fand ich heraus: es war MEIN Scott! Ich bloggte darüber.

Nach diesem Blogpost erwachte auch das Herz von Metallschädel für diesen Mann und dieser Funken sprang über auf Schwarzer Kafka. Ich verstand deren Reaktion sehr gut. Mein Kopf ist ja nicht dumm. Aber mein Bauch, der quengelte, wie ein kleines Kind. Er wollte Scott nicht teilen. Nicht Scott. Nehmt jeden anderen, aber nicht MEIN Scott!

Ich wachte eifersüchtig auf jeden Blogpost vom Schwarzen Kafka, der über meinen Scott schrieb. Auch auf Facebook versuchte ich immer wieder klar zu stellen, wem Scott Matthew gehörte. Nämlich MIR!

Vor einem Monat dann, schrieb Schwarzer Kafka auf FB, dass MEIN Scott nach Zürich kommen würde. MEIN Scott besucht MICH, war mein erster Gedanke. Ich taumelte vor Glück fast zu Boden, so ergriffen war ich. Endlich endlich sollte ich ihn live sehen und hören. Ich erzählte es MEINEM Mozart mit heiserer Stimme und er ergriff die Gelegenheit.  Er bestellte Tickets.

Gestern Abend war es soweit. Im Restaurant Kultur Viadukt trat er auf und begeisterte die Runde mit seiner samtigweichen Stimme. Dass er auch noch die Leute unterhielt mit seinem Charme und Witz und uns sogar Whitney Houstons ” I wanna dance with somebody” mitsingen liess, gefiel mir ausserordentlich und erfüllte mich mit Stolz. MEIN Scott.

Nachdem Konzert geschah etwas, das ich Mozart zu verdanken habe. MEIN Scott stand nur wenige Meter von mir entfernt, aber ich getraute mich nicht, mich zu nähern. Meine Schüchternheit (die gibt es wirklich und sie stört mich masslos in solchen Momenten) zwang mich in eine Ecke. Reglos vor Ehrfurcht starrte ich ihn an. Und plötzlich kam er auf mich zu. Ich glaubte zu sterben….

Er stand  neben mir und mein Herz hörte vollends auf zu schlagen. Mozart erklärte ihm: “She is really a big fan of you!” Und ich doppelte mit brüchiger Stimme nach: “But I am too shy!”

Das unfassbare geschah. Er lächelte mich an, legte den Arm um mich und forderte Mozart auf, ein Bild zu machen. MEIN Scott und ich!

Und so geschah es, dank MEINEM Mozart, dass ich gedrückt wurde von MEINEM Scott.

text by canela
pic by MEIN Mozart

Jeder kämpft, wie er kann

Während die spanische Regierung in Madrid die marode Bank “Bankia” versucht zu retten und Milliarden den Verantwortlichen in den Allerwertesten stecken, wird beim Volk gespart.

Jeder kämpft, wie er kann oder zeigt seinen Unmut darüber. Hier wird auf sehr andalusische und sympathische Art gezeigt, was man von der Rettung der Bankia hält. Dieses Video wurde in einer Bankia-Filiale gedreht.

Kommet her ihr Kinderlein – werdet Sponsoren und lernt Stiller Has persönlich kennen am 23. Juni 2012 in Basel

Vor einem Jahr wurde ich angefragt, ob ich nicht für Birame bloggen würde. Ich sagte sofort zu, als ich erfuhr um was es ging. Hier erzählt er persönlich darüber:

Freunde und Bekannte, sein jetziger Arbeitgeber sowie seine ehemaligen Arbeitgeber setzen sich für diesen Mann ein. Sie organisierten diverse Anlässe und konnten  Geld sammeln, das für das Beschreiten des Rechtsweges nötig ist. Hier geht es zum Blog: birame-bleibt.ch

Nun veranstalten sie am Samstag, 23. Juni 2012 im SUD, Burgweg 7, Basel, ab 14 Uhr eine grosse Benefiz-Veranstaltung mit einem Konzert (20.30 Uhr) von Stiller Has. Der gesamte Gewinn geht an das Konto von: BIRAME BLEIBT. Und Sie brauchen Sponsoren!

Da ist das Programm

Und hier findet der Vorverkauf statt

Canela im Fernsehen und Canelito wird 7

Ich interessiere mich für Fotografie, obwohl ich nichts davon verstehe. Ich schaue Bilder an und wenn sie mir gefallen, freue ich mich.

Ich selber fotografiere nicht gut. Und wenn ich mal einen Schnappschuss mache, der mir gefällt, freue ich mich auch. Ganz laienhaft. Und so ging ich gestern an die Swiss Foto Award. Und ich wurde gefilmt. Unscharf aber he, ich bin im Fernseh :-) Und auch Mozart. Der attraktive Mann mit Bart (mit Pferdeschwanz und Brille) gehört zu mir (ganz am Anfang vom Beitrag). Das freut mich auch! Die musikalische Untermalung steuerte mein Bruder hinzu.

Swiss Foto Award

Und dann hatte heute mein Kleiner Geburtstag. Wir waren im Europa-Park und ich musste aufpassen, den Magen nicht über den Mund oder einer sonstigen Öffnung zu verlieren. Aber meine kleine Kaiserschnitte (geboren mit einer Sectio caesarea ) ist was Königliches. Und weil er dieses Stück lauthals mitsingen kann, haue ich meinen Leserinnen und Leser dieses Stück um die Ohren.

Ach ich liebe das Wort “und”, Canelito und Mozart!

by canela

Web 2.0 oder was ist das richtige Leben?

Neulich starb ein Blogger. Monoblog hiess er. Ich habe mir seine Bilder ab und zu angeschaut, die er postete. Kommentiert habe ich nie. Nur geschaut und mich gefreut.

Auf Facebook waren wir auch befreundet. Gekannt habe ich ihn, irgendwie, aber nie persönlich. Trotzdem hat es mich sehr berüht, als ich über seinen Tod las, bei einer anderen Bloggerin auf Facebook, die wohlgemerkt in Südspanien lebt. Auf der Pinnwand des Bloggers hatte ich dann die Gewissheit: Arbeitgeber sowie Freunde verabschiedeten sich von ihm.

“Wie kann man über den Tod von jemanden traurig sein, wenn man ihn nicht kannte?” fragten mich Nicht-Blogger, -Facebookler oder halt Nicht-Webnullzweier. “Und ist das nicht pietätslos an die Pinnwand eines Toten seinen Schmerz über den Verlust zu schreiben?”

Wer es gewohnt ist, seine Meinung oder auch seine Gefühle über das Internet kundzutun, versteht diese Fragen nicht. Trauerten nicht Millionen über Michael Jackson als er starb? Ich glaube kaum, dass sie ihn alle persönlich kannten. Sie fanden seine Musik gut, that’s it! Ich mochte Monos Bilder, that’s it!

Werden nicht Todesanzeigen geschaltet in den Zeitungen und es lesen, je nach Reichweite, zigtausend Menschen den Schmerz der Hinterlassenen, obwohl sie den Verstrobenen nicht kannten? Das Medium ist ein anderes, die Trauer ist die gleiche.

Und was ist nicht mehr, als “richtiges Leben” wenn man seinem Mitgefühl Ausdruck geben kann und sieht, dass andere genauso denken respektive fühlen?

Blogger sind Lügner
Blogger lügen doch alle, sagte mir eine Frau vor Jahren, die mit mir die Texterausbildung absolvierte. Blogger lügen oder lügen nicht. Menschen lügen oder lügen nicht.

“Das ganze Web 2.0 ist doch nichts Reales,” meinte eine Arbeitskollegin abschätzig. Und ich erwiderte: “Web 2.0 ist so wie das richtige Leben. Es gibt Angeber, Lügner, Möchtegerns, Bitches und Eso-Tanten. Das alles gibt es auch ohne das Internet.”

Ich kann Müllmann sein und in meiner Freizeit einen Boss-Anzug tragen, damit ich Frauen oder andere Männer beeindrucken kann. Ich kann auf meinem Facebookprofil Partyfotos posten, aber nie meinen Arbeitsalltag zeigen. Seien wir ehrlich, wer hat nicht schon solche Aufschneider ohne Web 2.0 gekannt?

Neulich fragte eine Bloggerin bei Facebook, ob man das Facebook-Profil für die Beziehung löschen würde. Ich fragte ich mich, ob ich meine Freundinnen oder Freunde aufgeben würde, meinen Ausgang mit ihnen, mein einsames Walking im Wald, mein dummes Gelaber an der Bar mit Fremden aufgeben würde, nur weil meine neue Beziehung unsicher ist in Bezug auf seine eigenen Qualitäten.

Ist das nicht alles echtes Leben?

by canela

Der Uterus muss raus!

So drastisch klingt es, wenn eine verzweifelte Freundin über ihre PMS klagt. Dass sie das nicht tun wird, ist klar. Welche normal denkende Frau würde freiwillig einer solchen Operation zustimmen, wenn es nicht wirklich um Leben und Tod ginge?!

Aber wenn du PMS hast, ist man KEINE normal denkende Frau mehr. Entweder ist man weinerlich drauf, könnte nur noch schlafen, nimmt gefühlte 100 kg zu und kriegt Brüste wie  Pamela Anderson in ihren besten Zeiten (jaha Männer, geil was? Aber wehe ihr fasst sie an! Die tun höllisch weh.)

Oder man möchte am liebsten jeden erschiessen.

“Fass mich nicht an!” Päng!

“Schau mich nicht an!” Päng!

“Sex? Igitt!” Päng!

“Diskutier nicht mit mir, ich habe keinen Bock zum Reden!” Päng!

Und ja, ihre Gedanken sich den Uterus rausschnippeln zu lassen, hatte ich auch schon oft. Sie heult, wenn sie auf eine Ameise tritt, ich heule, weil Petrus mir zwei Wochen lang in den Ferien nur Scheisswetter beschert hat. Aber hallo?? Beides Gründe, von denen man sich als gelassene und ausgeglichene Persönlichkeit NIE beeinflussen lassen würde.

Irgendwie lästig wird die Gebärmutter und ihre Zickereien ab dem 40sten Lebensjahr. Da kann frau noch lange denken sie sei jung. “Ätsch!” sagt der Uterus und er doppelt nach “Vergiss es!!”

So gegen 50 weiss man, zwei Wochen juhui, zwei Wochen pfui!

Manchmal sitzen meine Freundin und ich bei einem Kaffee zusammen und jammern, was das Zeugs hält. Und wir hätten – rein objektiv gesehen – überhaupt nichts zu meckern. Aber diese Objektivität verlässt uns, sobald wir von den Hormonen überflutet werden. Und die Tage der Düsternis, des Selbstzweifels, des irrationalen Herumzicken überfluten dich, wie jährlich der Nil über die Felder mit seinen Fluten tritt. Nur hinterlässt diese Überschwemmung kein grünes Land.

“Wahrscheinlich sind sie prä-menopausisch.” sagte neulich meine Gynäkologin mit dunkler Stimme. ” Ich hasse Wörter mit prä und gib mir endlich etwas, dass mich wieder glücklich macht!” hätte ich sie am liebsten mit gezückter Pistole angeschrien.

Mit diesem Wissen, dass ich nun zusätzlich zu meinem Prämenstruellen-Syndrom auch noch prä-menopausisch sein soll, stehe ich da, wie die Eselin vor dem Berg des ewigen Unglücklichseins.”Ihhhahhhh!!!”

Morgen rufe ich die Homöopathin an.

by canela

Lachen – echt oder falsch?

Ein alter Bekannter in den Staaten sendete mir dieses Foto. So lachte ich mit 27 Jahren. Das sind einige Monate her…..

Und hier kann man testen, ob man ein echtes oder falsches Lachen erkennen kann. Ich habe nur 11 erkannt von 20. Folglich habe ich mich von fast der Hälfte dieser Personen täuschen lassen. Ein Lachen ist nicht unbedingt ein Lachen.

text & pic: canela
test: bbc science&nature