Früher, wenn man dachte, es ginge einem nicht gut, liess man den Tag sausen. Man hüstelte ins Telefon, krächzte mit verstellter, heiserer Stimme ins Telefon und meldete sich krank. Man machte blau.
Früher, wenn man glaubte, man sähe nicht gut aus, nahm man den rosa Lippenstift. Man malte sich die Lippen an. Und weil man kein Geld hatte für Wangenrouge, musste der Lippenstift auch dafür herhalten. Man malte sich schön und rosa.
Heute steht man auf, reisst sich zusammen, bemalt sich wie immer, funktioniert und sieht schwarz.
music by noire desir
text by canela
Ach, liebe Zimtzucker! Was kann man da sagen? Eine rosarote Brille wünsche ich dir.
Von: acqua am 29. Oktober 2008
um 11:02
*durchaus bildlich gesehen*
jeder tag ist eine neue auferstehung mit der gewissheit, daß das ende wieder ein kleiner tod ist. so soll doch etwas farbe erlaubt sein um sich den tag „schön zu malen“.
in dieser hinsich ist frau uns mann überlegen, etwas farbe…
Von: gokui am 30. Oktober 2008
um 7:17
Da hilft nur noch schwerer Rotwein. Um so richtig was davon zu haben
Von: leonope am 30. Oktober 2008
um 4:40
…ich schicke einen virtuellen Grüntee…
und eine dicke orangewarme Umarmung!
Von: theya am 30. Oktober 2008
um 9:56
@acqua: ach darum?! ich trug die sonnenbrille und sah nur dunkel. kein wunder, ohne sonne!
@gokui: ja wir können uns anmalen. du könntest das auch. im alten ägypten trugen die jungs auch farbe und beim hof des französischen sonnenkönigs war puder höchst angesagt.
@leonope: wie recht du hast.
leider sieht man nach rotwein nicht rot. eine farbe, die mir sehr gefällt.
@theya: einen himmelblauen kuss auf die stirn zurück!
Von: canela am 31. Oktober 2008
um 1:59
ja und bei den indianern gibt es heute immer noch die kriegsbemalung. komisch… *pause – gübel* kriegsbemalung – jagd…
Von: gokui am 31. Oktober 2008
um 11:01
@gokui: welche meinst du denn? die indigenen völkern sind doch schon fast alle ausgerottet.
und kaum findet man noch einen stamm, wird er dank unseren zivilisationskrankheiten (grippe und alkohol) dahingerafft.
Von: canela am 2. November 2008
um 6:40
ja da magst du recht haben, auch wenn es dir gut gelungen ist meinen eigenen fokus auf die realität zu lenken. gratulation !
aber was können wir alle oder jeder für sich gegen dertige veränderungen tun ? in meinem kopf und den dazugehörigen internetkontakten häufen sich diese fragen. und oft wird sturmweise auf einen lösung hingearbeitet, als gäbe es kein morgen mehr. ( aber wer weiß das schon, ob es für uns individuen noch ein morgen gibt ? )
Von: gokui am 4. November 2008
um 4:24
Früher. Ja, das waren noch Zeiten. Damals gab es sogar Falco noch. Ein Gigant der Selbstinzenierung, ein Gott seinerselbst. Ich bin noch immer schwer verliebt in ihn, obwohl sonst nicht einfach zu überzeugen…
Dieses fängt erst nach 0.51 Minuten an, wie der Kenner weiß – also bloß nicht abwimmeln lassen: http://www.youtube.com/watch?v=Yw6-2DEQCcI
Von: Katzenelson am 7. November 2008
um 2:43
Okay, nachdem ich also ein paar tausend Email-Anfragen erhalten habe, darf ich hinzufügen: Das »verliebt« ist natürlich rein künstlerisch gemeint und so weiter…
Sorry, Boys!
Von: Katzenelson am 7. November 2008
um 8:32
@katzenelson: sind wir nicht alle ein bisschen falco? also in mir steckt einiges an falconischem potential….
Von: canela am 11. November 2008
um 9:40
Na sowas!
Dabei stehe ich doch mehr auf Paul Potts mittlerweile, hinweg mit all der Nostalgie, weil der hat es wirklich drauf, von Anfang bis Ende und zum neuen Anfang hin… ach wären wir doch alle ein wenig Potts!
Und: Grüzi!
Von: Katzenelson am 12. November 2008
um 10:00
@katzenfellsohn
es heisst „grüezi“ und ist für deutsche kehlen definitiv nicht aussprechbar.
Von: zores am 12. November 2008
um 10:39
Oh, ein Tippfehler nur und leider. Trotzdem danke – bis zum nächsten.
Katzenelson,
seit Wochen schon zerbrechlich, kann kaum mehr stehen
Von: Katzenelson am 12. November 2008
um 10:58