Das beschissene an Liebe ist, dass wenn man mit Verlassen droht, sich selber den Boden unter den Füssen wegzieht.
by canela
Das beschissene an Liebe ist, dass wenn man mit Verlassen droht, sich selber den Boden unter den Füssen wegzieht.
by canela
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Yep, sollte man nicht machen.
Von: rogerrabbit am 25. Juli 2008
um 10:40
wo du recht hast, hast du recht. mache ich nie, selbst wenn ich bedroht werde und es verdammt ernst nehme.
Von: zores am 25. Juli 2008
um 1:37
@canela: Man sollte nicht damit drohen, aber es erwägen, wenn man Gefahr läuft sich zu billig zu verkaufen.
Nicht einmal meinen Hund würde ich in schlechte Hände abgeben, also sollte ich wenn ich mich selbst verschenke noch sorgsamer darauf achten, dass ich vom anderen wertgeschätzt werde.
Es gehört natürlich auch Glück dazu, wie ich es mit meiner Herzensdame habe
Sie kriegt es sogar hin, dass ich ihr glaube, sie hält mich auch für einen Glücksgriff
Von: nedganzbachert am 25. Juli 2008
um 1:51
@ ngb
denkst du bei liebe an “business as usual”? ich geb dir was, du gibst mir was gleichwertiges zurück?
Von: zores am 25. Juli 2008
um 3:09
100% agree mit nedganzbachert.
ansonsten finde ich, dass hin und wieder der freie fall nicht schlecht ist. erst unten merkt man, wer oder was einen auffängt und man geht den gleichen oder einen anderen berg hoch.
Von: cupid am 25. Juli 2008
um 5:13
Das beschissene an Liebe ist, dass wenn man mit Verlassen droht, sich einem intelligenten Partner vollends ausliefert weil er damit weiss, wie sehr man ihn eigentlich liebt. Einer der diesen “Hilferuf” nicht versteht, sollte man aber letzten Endes auch keine Träne nachweinen. Der versteht sowieso nichts. Scheiss Liebe
Von: leonope am 25. Juli 2008
um 6:24
@roger: ja, im konjunktiv also sollte….aber es kann passieren, trotzdem
@zores: du bist halt besonnen und weise, ich bin hitzköpfig und hilflos.
@ngb: der griff ins glück ist nahe am griff ins klo! die linie ist ganz dünn. wobei sich unter den wert verkaufen, das ist hier nicht die frage. sondern die feststellung, dass man nichts ändern kann, auch wenn man es erzwingen möchte.
@cupid: ich mag lieber das meer. das ist zwar ziemlich bewegt. aber man kann oben auf den wellen schwimmen
@leonope: du bringst es auf den punkt: scheiss liebe
aber sie tut auch gut….
Von: canela am 25. Juli 2008
um 11:31
Das beschissene an der Liebe ist, dass sie selten perfekt ist.
Von: acqua am 26. Juli 2008
um 8:14
@zores: ich denke bei liebe überhaupt nicht an business, nicht an aufrechnen, nicht an bequemlichkeit, nicht an das gerede der anderen.
Aber an respekt vor den gefühlen des anderen, an vertrauen etc.
Was verstehst Du unter “ernst nehmen”?
“Das könnte Konsequenzen für mich haben.”
oder
“Etwas bereitet ihr heftige Schmerzen.”
Und solche Schmerzen haben einen Grund.
Dieser mag ihm ja unwichtig erscheinen, aber die Wichtigkeit sollte der Grund schon allein durch ihre Gefühle bekommen.
Wenn er Ihre Gefühle nicht ernst nimmt, hat sie ein Problem.
Von: nedganzbachert am 26. Juli 2008
um 10:28
Dunkelheit zur Nacht hinschritt wo Abend sich verlief, und ich aus meinen Kleidern glitt bevor ich mit Dir schlief, auf dem Schlachtfeld, das sich Liebe nennt, sobald man sich zu ihr bekennt…
Von: Katzenelson am 8. September 2008
um 10:40
@katzenelson: dein gedicht? schön.
Von: canela am 9. September 2008
um 7:49
Ja. Und: Bedankt.
Apropos: Leere Drohungen sind mir persönlich viel lieber als die vollen, weißt schon?!
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Mit Engelszunge
Herr Bragenscheidt kaufte seinen Joghurt bis zum Schluss im Supermarkt der Südstadt: Dort glaubte er sich den Kühen näher.
Frau Bragenscheidt gehörte seit der Trennung von ihrem Mann zu den geschiedeneren Leuten. Sofern das irgend ging. Sie hatte es so gewollt, während Herr Bragenscheidt seine andersartigen Seitensprünge lieber entschuldigt hätte sehen wollen. Nun tat er sich schwer, denn mit der Strafe kam die Reue auch. Sofern das irgend ging.
Tatsächlich aber war Frau Bragenscheidt noch nicht vollends getrennt, weil die Dame manchmal mogelte, halbwegs stadtbekannt: Die beiden lebten, zu dumm, noch immer in der selben Gemeinde; man musste sich ja nicht treffen, sofern das irgend ging. Im Supermarkt vor Ort erledigten sie separiert zu verschiedenen Zeiten ihre nunmehr kleinen Einkäufe, und eben hierda schummelte Frau Bragenscheidt manchmal; besonders vor langen Wochenenden, sofern das irgend ging: Erst schaute sie sich auffällig unauffällig um, einen unbeachteten Augenblick abpassend, und überprüfte sodann all die Haltbarkeitsdaten jener Joghurtsorten, die ihr geschiedener Göttergatte zu bevorzugen sich erlaubte. Schon mehrfach hatte sie ganze Regale demnach umgekramt, bald abgelaufende nach hintenan, die guten nach vorne, ergreifbar für ihn. Gerüchte sahen sie sogar vereinzelt Joghurtbecher streicheln, bevor sie trotz innegekehrter Abwesenheit endlich weiterkam.
Auf ihren unmotivierten Heimwegen blickte sie verstohlen in die Schaufenster der bunten Blumenläden und wehleidig jenem Erblühen hinterher, das sie von früher und daheim noch so gut kannte.
Doch das alles half ja nichts: Eines flüchtigen Tages verstarb der liebesgrame Gatte nach kurzer Frist, so suizid wie absehbar; verblutend war er dahingeschieden, keinen zweiten Blick mehr wert.
Und im Supermarkt der Südstadt pfiffen es noch lange später die Joghurtbecher von ihren unsortierten Regalen, jedem, der es wissen wollte und sofern es irgend ging.
Von: Katzenelson am 18. November 2008
um 2:52
@katzenelson: die vollen sind so dick, finde ich. herrliche geschichte, die der killer-yoghurts
Von: canela am 20. November 2008
um 9:29
Nun noch was mit Happy End, und dann ist es auch schon gut: http://www.youtube.com/watch?v=aip3836VtZ0
Grüezi!
Von: Katzenelson am 5. Januar 2009
um 2:10