Da sprechen wir über den Tod, wir zwei. Über den Sensemann, der immer da , aber nicht präsent ist in all unseren Köpfen und Herzen. Ich, die versuche, ihm das Leben mit all ihren Facetten schmackhaft zu machen. Keine Arbeit, kein Geld kann eine Umarmung und das Versinken in des anderen Blickes ersetzen.
Ich, die immer wieder sterben möchte, mache Mut zum Leben und glaube fest an das, was ich sage. So sehr und so blind, dass ich selber über mich staune. Mit einer grosser Sturheit – oder ist es Verzweiflung – vertrete ich, das zu nehmen, was es gibt, ohne zu klagen, dass es noch besser sein könnte. Weil das, was wir haben, ist jetzt. Nicht mehr, nicht weniger.
Bin ich eine Närrin?
by canela
Im Gegenteil, du bist sehr vernünftig.
vernünftig sein, ist wie hustensirup trinken…
Von: acqua am 20. Mai 2008
um 10:54
Ich nenne das Überlebenstrieb.
ja, das klingt vernünftig
Von: rogerrabbit am 21. Mai 2008
um 7:40
ja! närrin!
und ich auch! wie grau wäre die welt ohne närrinnen! zeig mir einen menschen, der nicht irgendwo das eine sagt und das andere lebt?
hofnarr sein, ist ein ehrenwerter job! man darf immer die wahrheit sagen, aber man wird nicht ernst genommen.
Von: Wirbel am 21. Mai 2008
um 1:16
Volltreffer! “Das, was wir haben, ist jetzt. Nicht mehr, nicht weniger.”
Dieser Augenblick, dieser Moment, jetzt(!) ist Leben.
Es gibt nichts anderes, denn das Gestern ist nur Erinnerung und das Morgen ist reine Hoffnung.
oder anders formuliert: gestern war ich braunhaarig, heute bin ich getönt, morgen bin ich hoffnungsvoll grau
Von: nichts am 21. Mai 2008
um 6:03
@ nichts
falsch! gestern ist prägende (lebens)erfahrung. morgen ist zukunft, die von den meisten gleich heute mit hoffnungen vernichtet wird.
morgen sehe ich hoffentlich meinen liebsten
Von: zores am 21. Mai 2008
um 6:23
Dein Verhalten an einem Tag macht Deine Worte am anderen Tag nicht zu Lügen. Immerhin weißt Du, über was Du sprichst.
na da wäre ich nicht so sicher. ich glaube zu wissen, über was ich rede…
Von: nedganzbachert am 21. Mai 2008
um 7:07
Die Hoffnung ist unsterblich. Vielleicht ist das närrisch, aber besser eine Närrin als eine sterbende Königin. Hoffnung ist vielleicht neben Liebe, dem Mut zur Selbstbestimmung und echtem Mitgefühl das kostbarste das wir vererben können.
Deinen Text finde ich sehr berührend. Danke.
danke dir für das kompliment!
Von: der toby am 21. Mai 2008
um 9:23
du willst nicht sterben, du willst nicht mehr alleine sein, du bist müde und sehnst dich nach erholung, du willst nicht alles bewälltigen müssen, du willst dich anlehnen könnnen, du willst die verantwortung für canelito teilen können, du möchtest vertrauen können und dich länger als nur für stunden fallen lassen können und du möchtest das wissen haben, dass dir genug zeit bleibt, dein kind gross zu ziehen, ihn ins leben zu entlassen und du möchtest in dieser zeit euren lebensunterhalt verdienen. es gibt so vieles was du möchtest, so vieles was du musst, und manchmal überfordert es dein können und dann möchtest du sterben, damit es aufhört, nur für einen augenblick.
wow, woher weisst du das alles so genau? bist du auch meine schwester
?
Von: soerli am 21. Mai 2008
um 9:38
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mir die Klappe verbrenne
So wie ich das interpretiere bist Du zwar nicht allein. Dafür aber einsam. Und das kommt dir ab und an hoch. Was, wenn dem so ist, völlig normal wäre. Eine Närrin wärst Du nur, wenn dem nicht so wäre und Du es nicht erkennen würdest was dir wirklich fehlt.
nichts verbrannt. und du hast recht.
Von: leonope am 21. Mai 2008
um 10:52
Ich weiss, das ist thematisch überhaupt nicht auf der Linie, aber ich muss…
Bitte:
http://andreschneider.wordpress.com/2008/05/22/einladungzurpremiere/
Danke!
Von: andreschneider am 22. Mai 2008
um 6:01
leider habe ich nur eine ganz kleine schwester, aber viel eher bin ich du, nur mit einigen wenigen jahren vorsprung auf “unsere” geschichte. ich hoffe, dass dein weg zu meinem ziel führt: glück, sicherheit, geborgenheit und liebe. ich wünschte mir nur, dass du einige stationen auslassen darfst.
Von: soerli am 23. Mai 2008
um 7:13
@soerli: weisst du, dass ist wie mit den eigenen kids. man möchte ihnen durch die eigene erfahrung, einige bittere momente ersparen. aber selten ist man erfolgreich
Von: canela am 23. Mai 2008
um 11:39
Ich habe jetzt ein paar Tage darüber nachgedacht. Ich glaube immer noch, dass Du weißt, von was Du sprichst
Von: nedganzbachert am 28. Mai 2008
um 9:17
ja! manchmal tue ich es tatsächlich. erstaunt mich selber immer wieder
Von: canela am 29. Mai 2008
um 6:52
Kann es sein, dass Dich andere wesentlich positiver einschätzen, als Du Dich selbst?
(Rein rhetorische Frage – Die Antwort lautet “Ja”)
Von: nedganzbachert am 29. Mai 2008
um 7:05
ja!
Von: canela am 29. Mai 2008
um 7:08
Klar! Eine andere Antwort hätte ich Dir nicht abgekauft.
Von: nedganzbachert am 29. Mai 2008
um 7:14