„Traurigkeit ist ein schlechter Liebesbegleiter“, denkt sie und will nicht. Aber wann soll man sich lieben? Immer wenn das Herz platzt? Immer wenn der Schoss so zieht und schmerzt, dieser süsse Schmerz, der Erlösung sucht?
„Wenig Zeit ist ein schlechter Liebesbegleiter“, weist sie sich selber zurecht. Aber soll man sich nur lieben, wenn die Minuten so lang sind wie eine Perlenkette ohne Ende? Wenn man aus Stunden ein Jahr weben könnte? Ist es nicht besser in einer halben zu Stunde zu sterben und aufzuerstehen, als sich tagelang nach dem kleinen Tod in seinen Armen zu sehnen?
„Wann ist es Zeit sich zu lieben“? fragt sie ihn. „Immer und sofort“, sagt er ihr. „Wenn die Trauer dein Gesicht verzerrt, wenn die Zeit dein Herz hetzt, es immer Zeit dafür“ fuhr er fort und erlöste sie.
by canela
Schön hast du das geschrieben. Lieben und Denken zusammen ist ja so eine Sache…
Von: acqua am 17. April 2008
um 11:59
liebe an etwas zu binden ist nie gut ( aus erfahrung ). werte wie zeit, ort oder geschen sind da noch weitaus weniger konstruktiv – mal so nüchtern betrachtet.
Von: gokui am 18. April 2008
um 6:09
Das hast Du wirklich gut geschrieben — und gerade heute hab ich solche Zeilen sehr gebraucht. Irgendwie ist meine Seele angeschossen und blutet unaufhoerlich momentan. Ganz liebe Gruesse aus dem verregneten Kapstadt.
Von: andreschneider am 19. April 2008
um 12:18
@andreschneider: ich weiss, ich habe es gelesen. lass „böses“ blut herausfliessen. und genese ein bisschen dort unten. es soll so schön sein, wie du geschrieben hast. un abrazo fuerte!
Von: canela am 20. April 2008
um 5:20