Verfasst von: canela | 25. Februar 2007

Darkroom (2)

Nun stand sie in diesem Darkroom. Sie schluckte leer. Irgendwie fand sie ihn unheimlich. Sie hörte flüstern und ein Lachen. Im Raum verloren, wollte sie umkehren als sie plötzlich eine Hand an ihrer Hüft spürte. Sie erschrak und wollte sie wegschieben, doch die Neugier war grösser. Sie blieb stehen und wartete. Wer war das? Wieso berührte er sie? Was wollte er von ihr? Sie war doch eine Frau!

Die Hand drehte ihren Körper langsam. Sie spürte, dass jemand vor ihr stand, der einiges grösser war als sie. Schüchtern hob sie ihre Hand und strich sanft über den Oberkörper. Es war ein eindeutig ein Mann! Als sie aufhörte, tat die Hand des Fremden das gleiche. Als wäre es das natürlichste der Welt, fuhr er sachte über ihre Brüste herunter zum Bauch. Ihre Brutwarzen kräuselten sich und ein Schauer durchfuhr ihren Körper. Sie dachte: „Jetzt weiss er, dass ich ein Frau bin!“ Und sie wartete, dass er von ihr abliess. Doch er blieb und näherte sich ihr. Er roch dezent und angenehm, nicht zu süss und nicht zu herb. Sein Körper strahlte eine angenehme Wärme aus, die sie spürte, ohne ihn zu berühren.

Plötzlich streifte sein Atem ganz nahe an ihrem Gesicht. Sie spürte wie er ihren Duft einsog und seine Nase stupste zärtlich die ihre. Unerwartet trafen sie weiche, volle Lippen auf ihrem Mund. Sie hielt kurz ihren Atem an und hatte das Gefühl, seine Lippen würden auf ihren ausruhen. Dann ein sanfter Druck und langsam öffnete sich sein Mund. Eine warme, weiche Zunge teilte ihre Lippen und sie konnte nicht anders, als mit ihrer Zunge zu antworten. Er zog ihren Körper nicht an seinen. Nein, er liess sie dort stehen, wo sie war. Beide waren nur mit ihren Mündern verbunden. Er küsste sie bedächtig.

Sachte wie eine Feder spürte sie seine Daumen, die vom Hals aus sanft über ihre zwei Brustwarzen strichen hinunter zum Bauch. Sie trafen sich kurz im Bauchnabel, ruhten aus, um dann wieder von unten über ihre Brüste zu ihrem Hals zu gelangen. Hitze durchfuhr ihren Körper.

Manchmal biss er sie leicht in die Unterlippe, oder saugte an ihrer Oberlippe. Sie schnaubte völlig überwältigt. Er spielte mit ihr und ihr gefiel es. Seine Daumen fuhren immer wieder über ihren Oberkörper, hinauf und herunter. Das Wummern der Bässe liess sie fliegen. Da er sie nicht festhielt, schwankte sie ein bisschen. Sie schwebte.

Sie hatte keine Ahnung, ob er schwul oder hetero war. Aber was spielte das für eine Rolle? Er küsste wie ein Gott und das war das Einzige was in diesem Moment zählte. Sein Kuss versprach alles. Wahrscheinlich hielt er nichts.

Dann zog er langsam zuerst einen Daumen weg, dann der andere. Seine Zunge wurde zögernder und zurückhaltender. Bis sie in seinem Mund verschwand. Seine Lippen lösten sich von den ihren. Bitte nicht aufhören, wollte sie ihm sagen. Da hauchte er ihr ins Ohr:“Danke!“ und bescherte ihr nochmals einen wohligen Schauer..

Etwas benommen stand sie am Ausgang des Darkrooms. Die Tanzfläche glänzte vor Oberkörpern. Suchend blickte sie herum. Vergeblich.

by canela


Antworten

  1. *vorlustbibber* Bin etwas sprachlos. *nachluftschnapp*

  2. sehr zart und schön, mit überraschendem ausgang *smile*

  3. @canela

    ganz ehrlich?
    Sanft, zerbrechlich, liebevoll….Softroom.

    wirklich!
    Hart, erregt, lustvoll….Darkroom ;-/

  4. @andré: he süsser, übertreib es nicht :-) !
    @zores: danke schön!
    @Bad habits: du warst doch noch nie in einem darkroom!!! hehe

  5. @canela du hast so Recht, mit dir noch nicht

    kann das geändert werden ;-)

  6. eine wunderschöne Geschichte…hab sie schon zweimal gelesen…..

  7. @daniela: der küsser gehört mir, auch wenn er nur erfunden ist *hehe*;-)

  8. Sie suchte mich seinerzeit, fand mich aber nicht … ;-)

  9. @phil
    gut, dass ich da war *haha*

  10. ….. ähnliches, und noch viel derberes, hab’ ich auch schon erleben dürfen, aber man(n) muss ned immer in einen darkroom…..

    *grin*

  11. @kopfchaos: bei mir geschah die geschichte nur im kopf. ;-)

    und derb ist doch etwas nur, wenn es einer von beiden als nicht normal empfindet oder?

  12. „Guter Sex findet im Kopf statt!“ — „Im Kopf? Geil! Oralsex!“ Höhö.

  13. ….. wenn’s ein part ned als „normal“ empfindet würd’ ich eher zu den worten grob oder brutal greifen…..


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