Wenn deine Mutter stirbt
dann stirbt ihr Bauch, in dem du gewachsen bist
dann sterben ihre Brüste, die dich stillten
Wenn deine Mutter stirbt
dann stirbt ihre tröstende Hand
und dann sterben ihre Arme, die dich in den Schlaf wiegten
Wenn deine Mutter stirbt
dann stirbt die Frau, die wegen dir nicht schlief,
als du das erste mal im Ausgang warst
es stirbt die Frau, die du als Mädchen bewundertest
und du als Frau nie sein wolltest
Wenn deine Mutter stirbt
dann stirbt ihr Herz
aber ihre Liebe zu dir stirbt nicht
Du bist auch deine Mutter
auch wenn es nur ein Grübchen oder der gleiche Blick ist
per la mia „silvaniella“ con tutto il mio cuore.
by canela
Wenn ich dich lese, wird es mir warm ums Herz!
Von: globy am 18. Dezember 2006
um 8:50
Ich schaue meiner Mutter schon seit 17 Jahren beim Sterben zu.
Von: Phil am 18. Dezember 2006
um 10:42
Und einem Freund seit zwei Jahren. Habe Mnschen sterben sehen und sie dabei begleitet. Es prägt, wenn man damit umgehen kann. Und macht fuchtloser.
Von: Phil am 18. Dezember 2006
um 10:44
Berührend deine Worte, weil sie ins Herz gehen . Mitten hinein.
Menschen sterben zu sehen ist Teil meines Berufes, wenn es Menschen sind die nicht gelebt haben, geht das nahe.
Wenn die eigene Mutter stirbt, bricht ein Teil des Selbst entzwei. Für eine Weile. Die Auseinandersetzung damit ist ein Lernprozess…
Von: Madame Lila am 19. Dezember 2006
um 1:10
[...] fällt uns ein, dass wir uns das letzte Mal an der Beerdigung sahen. Ich frage die Betroffene, ob sie noch oft traurig sei. Und dann sehe ich Tränen. Sie ist es. Ich stehe auf, drücke sie und [...]
Von: Von Frauen und Vergangenheit « el mundo de canela am 3. Juni 2007
um 1:24
Meine liebe mutter liegt im sterben, ich habe sie vielleicht noch heute oder 2-4 tage so wie die ärzte sagen… ich kann es nicht glauben ich sitze hier an meinem px verzweifelt traurig lasse meine gefühlen und tränen freien lauf… und doch habe ich noch gestern abend genau das gleich gedacht wie du hier schreibst. ich habe den bauch meiner mutter gestreichelt, ihre brüste gesehen die mich und meine geschwister genährt haben. ich zolle dieser alten mutter meinen tiefen dank, die alle ihr kinder geliebt hat und sich darüber selbst vergessen hat. ich bete dafür das diese guten mütter wirklich einen platz im himmel finden.
eure traurige angie
Von: angie am 31. Juli 2007
um 2:04
sie erhält ihren platz und du begleitest sie dabei…. viel kraft wünsche ich dir!
Von: canela am 31. Juli 2007
um 7:47
Das Gedicht ist so super…
Geht einem richtig ans Herz
und jeder sollte wissen, was er
an seinen Eltern hat.
Sie sind einer der wichtigsten
Menschen im Leben!
Von: Anna am 4. Dezember 2007
um 3:00
Das Gedicht berührt mich sehr,da meine mutter seit gestern im Künstlichem Koma liegt und die Ärtze mir nicht sagen können ob Sie überhaupt noch mal von alleine wach wird.Mein ganzes leben bricht auseinander.
Von: Ariane am 28. Januar 2008
um 1:31
@ariane: ja im moment bricht es auseinander, aber die splitter können wieder zusammengefügt werden. es wird nicht wie vorher aussehen oder sich anfühlen, aber es wird wieder ein stück sein.
Von: canela am 28. Januar 2008
um 7:28
(Mädchen, Mutter, Mutter sein: Längst nicht jede ist gut darin, und alle anderen sollten ewig leben dürfen.)
Von: Katzenelson am 29. Januar 2008
um 2:58
@canela;danke deine worte spenden mir einwenig trozt.Die Ärzte sagen man soll die hoffnung nie aufgeben.Gestern habe ich ihr einen kuss auf die wange gegeben und sie hat denn kopf zum mir gedreht.da war ich total perplex.
Von: Ariane am 29. Januar 2008
um 5:54
Der Text ist wirklich wunderschön und hat sofort mein Herz berührt. Ich sehe gerade wie meine beste Freundin um ihre Mama trauert, weil diese im Sterben liegt. Da brauch man tröstende Worte!
Von: Katharina am 30. Juni 2008
um 2:22
Ja, schön, aber der Tod gehört zum Glück zum Leben dazu. Ich finde wenn man schon als Kind was älter ist, bei mir so ab 30 Lebensjahren, dann sollte man aber damit klarkommen.
Ich werde es so sehen wie „Der letzte Kaiser“ und solange es geht bei Ihr bleiben, obwohl ich gerne meine eigenen Wege gehen würde.
Bei meinem Erzieher, dem ich mehr zu verdanken habe, habe ich es auch so gehalten. Er starb nach 10 JAhren Quälerei und ich zeigte Ihm „seinen“ Enkel mit den Worten: „Der eine kommt, der andere geht“.
Ob ich den Plan nervlich durchstehe, kann ich nur hoffen.
Von: NRj_66 am 28. September 2008
um 8:09
@NRj_66: warum zweifelst du? bist du nicht der sohn deiner mutter? also durchhalten und beistehen!
Von: canela am 29. September 2008
um 6:15
I. Weil meine Mutter stärker vergiftet ist als ich.
II. Nicht mein Wissen und meine Bildung hat.
III. Gerne die Werbesender guckt.
IV. Meine Nerven nicht mehr so gut sind.
V. Zitat aus dem Buch Amlalgam:
„Vergiftete unheimlich gemein und hinterhältig sein können“.
Etc. pp.
Doch das bin ich. Ich bin zuhause geboren. Verwechselung kaum möglich. Allerdings hat mir mein Vater oft vorgeworfen, ich wäre nicht sein Sohn, obwohl ich seine Gene habe. Beim Erstgeborenen wäre sein Verdacht begründeter gewesen, aber ich war ja der Behinderte und zu der damaligen Zeit war das so ähnlich wie im „Contergan“-Film.
Von: NRj_66 am 12. Februar 2009
um 7:42